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21.07.2013

09:30 Uhr

Tour de France

Der alte Mann und der Berg

Auf der letzten Bergetappe der Tour de France hat Jens Voigt noch einmal alte Kämpferqualitäten bewiesen. Der älteste Starter im Feld führt allein bis zum Schlussanstieg. Zum Etappengewinn rechte es jedoch nicht ganz.

Jens Voigt setzte sich auf der vorletzten Etappe wieder einmal als bedingungsloser Angreifer in Szene. ap

Jens Voigt setzte sich auf der vorletzten Etappe wieder einmal als bedingungsloser Angreifer in Szene.

Annecy-SemnozDer alte Mann Jens Voigt wollte es noch einmal allen zeigen, Christopher Froome steht unmittelbar vor seinem ersten Sieg bei der Tour de France: Der vorletzte Tag des Jubiläums hatte es auf lediglich 125 Kilometern nach Annecy-Semnoz noch einmal in sich und wirbelte das Podium hinter dem designierten Gesamtsieger aus Großbritannien durcheinander.

Zum großen Defilee von Versailles nach Paris treten am Sonntag Froome, der Kolumbianer Nairo Quintana und der Spanier Joaquin Rodriguez als die drei Erstplatzierten an. Daran wird sich zu 99 prozentiger Sicherheit auf den letzten 133,5 Kilometern auf die Champs Elysées nichts mehr ändern. „Mir fehlen die Worte. Ich bin total ausgelaugt, aber jetzt habe ich es geschafft“, sagte Froome im Ziel.

Auf der letzten Alpenetappe hatte es sich der Mann im Gelben Trikot sogar leisten können, im Finale nicht mehr alles in die Waagschale zu werfen. Auf den letzten 800 Metern ließ er nach - die große Tour-Entdeckung Quintana feierte im Ziel der 20. und vorletzten Etappe in Semnoz den Tagessieg vor Rodriguez.

Froome geht jetzt mit 5:03 Minuten Vorsprung auf den neuen Gesamtzweiten aus Kolumbien, der sich auch das gepunktete Bergtrikot und das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer sicherte, ins Finale nach Paris. Rodriguez (+ 5:47) verdrängte den zweifachen Toursieger Alberto Contador noch vom Podium.

Auf der vorletzten Etappe hieß der Held des Tages aber nicht so sehr Quintana, Froome oder Rodiguez, sondern Jens Voigt. Der mit fast 42 Jahren älteste Tourteilnehmer setzte sich am Samstag wieder einmal als bedingungsloser Angreifer in Szene. Sein Solo an der Spitze endete erst acht Kilometer vor dem Ziel, als ihn der von Froome angeführte Express überholte.

Kurz danach attackierten der Brite, Quintana und Rodriguez. Die Tempoverschärfung auf der fast zehnprozentigen Steigung ging zu Lasten Contadors, der zurückfiel und seinen zweiten Platz im Gesamtklassement verlor. Der Spanier hatte im Ziel 2:28 Minuten Rückstand zum Tagessieger Quintana und rutschte im Gesamtklassement auf Rang vier ab.

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