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06.07.2015

17:47 Uhr

Tour de France

Spanier Rodriguez gewinnt nach Massensturz

Dramatische Bilder bei der Tour de France: 55 Kilometer vor dem Ziel kommt es bei Tempo 42 zu einem schweren Massensturz. Gelbträger Fabian Cancellara überschlägt sich. Der Sieg des Spaniers Rodriguez geht fast unter.

Der Trek-Factory -Fahrer und bis heute Gesamtwertungsführender Fabian Cancellara nach dem Sturz: Er verlor das gelbe Trikot an den Briten Cris Froome. Reuters

Das goldene Trikot am Boden

Der Trek-Factory -Fahrer und bis heute Gesamtwertungsführender Fabian Cancellara nach dem Sturz: Er verlor das gelbe Trikot an den Briten Cris Froome.

HuyTony Martin hat das Gelbe Trikot auch auf der dritten Etappe der Tour de France nur denkbar knapp verpasst. Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister kam am Montag im belgischen Huy mit rund 40 Sekunden Rückstand hinter Etappensieger Joaquin Rodriguez aus Spanien ins Ziel.

Als Zweiter auf dem 159,5 Kilometer langen Tagesabschnitt von Antwerpen nach Huy übernahm der Brite Chris Froome das Gelbe Trikot – mit einer Sekunde Vorsprung vor Martin. Zuvor überschlug sich Fabian Cancellara mit seiner Rennmaschine in hohem Bogen.

Wenige Meter neben dem Träger des Gelben Trikots krümmten sich zahlreiche Fahrer vor Schmerzen. Auf der dritten Etappe der 102. Tour de France von Antwerpen nach Huy ist es gut 55 Kilometer vor dem Ziel zu einem schweren Massensturz von mehr als 20 Fahrern gekommen.

Die Etappen der Tour de France 2015 (Teil 1)

1. Etappe

Von Utrecht (Niederlande) nach Utrecht

Datum: 4. Juli

Distanz: 14 Kilometer
Profil: flach (Einzelzeitfahren)

2. Etappe

Von Utrecht nach Zeeland (Niederlande)
Datum: 5. Juli
Distanz: 166 Kilometer
Profil: flach (voraussichtlich Sprintankunft)

3. Etappe

Von Antwerpen (Belgien) nach Huy (Belgien)
Datum: 6. Juli
Distanz: 154 Kilometer
Profil: bis Kilometer 105 flach, danach kurze aber steile Anstiege der Kategorie 4 und 3 mit Bergankunft bei der bekannten Mauer von Huy der Kategorie 3, die an einigen Passagen bis zu 19 Prozent steil ist (erstes Kräftemessen der Favoriten, Chance für Ausreißer)

4. Etappe

Von Seraing (Belgien) nach Cambrai
Datum: 7. Juli
Distanz: 221 Kilometer
Profil: flach (Sprintankunft)

5. Etappe

Von Arras nach Amiens Métropole
Datum: 8. Juli
Distanz: 189 Kilometer
Profil: flach (Sprintankunft)

6. Etappe

Von Abbeville nach Le Havre
Datum: 9. Juli
Distanz: 191 Kilometer
Profil: flach mit drei kurzen Anstiegen der Kategorie 4 (Sprintankunft)

7. Etappe

Von Livarot nach Fougères
Datum: 10. Juli
Distanz: 190 Kilometer
Profil: flach, mit einem Anstieg der Kategorie vier (Sprintankunft)

8. Etappe

Von Rennes nach Mûr de Bretagne
Datum: 11. Juli
Distanz: 179 Kilometer
Profil: leicht bergig, ein Anstieg der Kategorie 4, Zielankunft mit Anstieg der Kategorie 3

9. Etappe

Von Vannes nach Plumelec
Datum: 12. Juli
Distanz: 28 Kilometer
Profil: wellig (Einzelzeitfahren)

10. Etappe

Von Trabes nach La Pierre-Saint-Martin
Datum: 14. Juli
Distanz: 167 Kilometer
Profil: bergig mit Bergankunft der höchsten Kategorie

Die Tour-Organisation musste die Etappe am Montag sogar für gut zehn Minuten neutralisieren, was es zuvor in 112 Jahren Frankreich-Rundfahrt nur fünfmal gegeben hatte. Die Neutralisation war aber durchaus berechtigt. Zahlreiche Fahrer verletzten sich bei dem Crash, der sich bei einer Geschwindigkeit von 42 km/h ereignete.

Unter anderen mussten der bisherige Dritte Tom Dumoulin (Niederlande) vom deutschen Giant-Alpecin-Team mit einer ausgekugelten Schulter und der frühere Mailand-San-Remo-Sieger Simon Gerrans (Australien) mit einem Handgelenkbruch aufgeben. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Andere Fahrer wie der Australier Michael Matthews setzten mit zerfetzten Trikots und schlimmen Schürfwunden die Reise fort.

Die Tour-Organisation begründete die Neutralisation damit, dass alle medizinischen Fahrzeuge beim Sturz halten mussten und nicht mehr dem Feld folgen konnten. „So etwas habe ich noch nie gesehen - viel Blut und Schmerzen hier. Das ist der schlimme Teil von unserem Sport“, twitterte Oleg Tinkow, der Teambesitzer von Saxo-Tinkoff.

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