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09.07.2015

13:52 Uhr

Transferposse um Nowitzki-Mitspieler

Ballmer entscheidet Kampf der NBA-Milliardäre

Steve Ballmer gegen Mark Cuban, der ehemalige CEO von Microsoft gegen einen Internet-Milliardär. Was nach Übernahmeschlacht klingt, ist in der US-Basketballliga NBA eine Transferposse. Der Leidtragende: Dirk Nowitzki.

Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer sticht die Konkurrenz aus. USA Today Sports

Voller Einsatz

Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer sticht die Konkurrenz aus.

DüsseldorfTiefschlag für den deutschen Basketball-Star Dirk Nowitzki und seinen Klub, die Dallas Mavericks. Der umworbene Center DeAndre Jordan wird nicht nach Texas wechseln. Der 26-Jährige hatte Team-Besitzer Mark Cuban eine mündliche Zusage gegeben und sich Berichten zufolge auf einen Vierjahresvertrag über insgesamt 80 Millionen Dollar Gehalt geeinigt. Jordans Arbeitgeber, die Los Angeles Clippers, nutzte allerdings die letzte Nacht vor Beginn der offiziellen Transferperiode, um den Star-Center vom Verbleib an der Westküste zu überzeugen. Die Clippers bieten offenbar einen Kontrakt über fünf Jahre und 110 Millionen Dollar an – das Maximum der erlaubten Gehaltszahlungen in der US-Profiliga NBA.

Letztlich war es auch das Duell zweier Milliardäre: Dallas' Mark Cuban auf der einen Seite und der ehemalige Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der anderen. Ballmer hatte im vergangenen Jahr die Clippers für die Rekordsumme von zwei Milliarden Dollar übernommen, nachdem der bisherige Besitzer Donald Sterling wegen rassistischer Äußerungen lebenslang von der NBA gesperrt wurde. Und der 59-Jährige Ex-Manager hat große Pläne mit dem Team aus Los Angeles, das seit Jahrzehnten im Schatten der erfolgreichen LA Lakers steht.

Dirk Nowitzki: Der Basketball-Riese ist bereit fürs Karriereende

Dirk Nowitzki

Der Basketball-Riese ist bereit fürs Karriereende

Dirk Nowitzki will seine Karriere beenden – und eine gute Basketball-Mannschaft zurücklassen. Erst kürzlich hatte er genau dafür auf mehrere Millionen Dollar Gage verzichtet. Jetzt will er noch ein bisschen Spaß haben.

Ballmer möchte die Clippers dauerhaft in der Ligaspitze etablieren. In der kurzen Zeit unter seiner Ägide peppte er das Image des Klubs auf, möchte mit spektakulärem Basketball locken. Dass er dabei vom geschickten sportlichen Management vor seiner Zeit profitiert, ist nebensächlich. Klar war aber auch: Ohne DeAndre Jordan wäre der Nukleus seines potenziellen Meister-Teams um Forward Blake Griffin und Spielmacher Chris Paul zerstört worden.

Und so wurde aus der spektakulären Neuverpflichtung, die wiederum Dirk Nowitzki und die Mavericks wohl zurück in die Ligaspitze befördert hätte, eine handfeste Transferposse. Die Berichte, unter anderem vom US-Fernsehsender ESPN, lesen sich abenteuerlich. Demnach hat sich Jordan selbst telefonisch bei Clippers-Trainer Doc Rivers gemeldet und Bedenken geäußert. Die Clippers witterten die Chance, den Star zu halten. Und schickten in der Nacht auf Donnerstag, unmittelbar vor Beginn der Transferperiode, eine Delegation nach Houston, wo Jordan in seiner texanischen Heimat Urlaub machte. Mit dabei waren demnach unter anderem die Star-Spieler Paul und Griffin und Steve Ballmer selbst.

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