Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.03.2006

14:31 Uhr

Turnen Weltcup

Hambüchen wird Weltcup-Zweiter am Reck

Reck-Europameister Fabian Hambüchen hat beim Weltcup der Kunstturner mit 16,312 Punkten den zweiten Platz belegt. Mit 16,325 Punkten setzte sich in Cottbus lediglich der Kanadier Brandon O´Neill vor den 18-Jährigen.

Fabian Hambüchen hat beim Weltcup-Turnier der Kunstturner im Sprungfinale in Cottbus den zweiten Platz erreicht. Der 18 Jahre alte WM-Vierte belegte am Sonntag in drei Gerätefinals zwei Podestplätze und einen fünften Platz. Bereits am Samstag hatte Hambüchen am Boden Rang fünf erturnt.

Vor 1 500 Zuschauern in der ausverkauften Cottbuser Stadthalle musste sich der 1,63m große "Turn-Floh" bei der Deutschland-Premiere des neuen Wertungssystems an seinem Paradegerät Reck mit 15,600 Punkten lediglich dem griechischen Ex-Weltmeister Vlasis Maras (15,725) geschlagen geben. Den dritten Platz teilten sich die Japaner Kensuke Murata und Hitoshi Aoyama (15,275).

"Es hat bei mir ziemlich viel gepasst, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", sagte Hambüchen nach dem Reckfinale und zollte dem Sieger wegen dessen Weltpremire (Pegan in gebückter Ausführung) seinen Respekt: "Der Grieche hat verdient gewonnen, weil er ein völlig neues Element gezeigt hatte."

Beim hochklassigen Sprungfinale reichte Hambüchen auch eine sensationell hohe Bewertung von 16,312 nicht zum Sieg. Der deutsche Mehrkampfmeister lag am Ende nur ganz knapp hinter dem Sieger Brandon O´Neill aus Kanada (16,325), aber vor dem Kasachen Jernar Jerimbetow (16,137). "Das geht in Ordnung. Der Kanadier hatte beide Sprünge einfach besser gestanden", erklärte Wolfgang Hambüchen, Vater und Trainer des deutschen Ausnahme-Turners.

Am Barren reichte eine solide Leistung von Hambüchen mit 15,050 Punkten zum fünften Rang. Den ersten Platz holte sich wie erwartet Weltmeister Mitja Petkovsek aus Slowenien (16,075) vor dem Chinesen Feng Zhe (15,500) und Vasilis Tsolakiosis aus Griechenland (15,300).

Etwas Pech hatte unterdessen die erst 16-jährige Jenny Brunner bei ihrem Weltcup-Einstand. Die Chemnitzerin landete im Bodenfinale wegen einiger Unsicherheiten mit 12,025 Punkten lediglich auf dem achten Rang. Den Sieg holte sich die bei diesem Weltcup überragende Russin Irina Isajewa (14,950), die sich auch am Schwebebalken den Platz ganz oben auf dem Podest vor der in Kiel geborenen Jana Bieger aus den USA (14,872) sicherte. Dagegen enttäuschte die dreimalige Olympiasiegerin Catalina Ponor aus Rumänien mit Rang sechs im Bodenfinale.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×