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29.01.2009

08:39 Uhr

TV-Rechte

Schwimmer verlängern mit ARD und ZDF

Der von Finanznöten geplagte Deutsche Schwimm- Verband (DSV) kann auch in diesem Jahr mit Einnahmen aus einem Fernsehvertrag mit den öffentlich-rechtlichen Sendern planen. ARD und ZDF wollen die Zusammenarbeit mit dem DSV verlängern.

Weiter bei ARD und ZDF zu sehen: die wichtigsten Schwimmwettkämpfe. Foto: ap ap

Weiter bei ARD und ZDF zu sehen: die wichtigsten Schwimmwettkämpfe. Foto: ap

HB DÜSSELDORF. "Wir haben Einigkeit darüber erzielt, dass es 2009 weiter geht und uns über die Konditionen verständigt", sagte Maike Bremer, Geschäftsführerin bei Sport-A, der Münchener Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF.

Die Verlängerung des TV-Vertrags bietet dem DSV ein wenig Sicherheit in schwierigen Zeiten. Der Verband ist unter Druck geraten, nachdem Ausrüster Adidas seinen Vertrag Ende Dezember fristlos gekündigt hat. Damit fehlt dem DSV etwa eine Million Euro an Sach- und Geldmitteln. Zur genauen finanziellen Lage wollten sich weder DSV-Präsidentin Christa Thiel noch andere Vorstandsmitglieder äußern.

Auslöser für den Adidas-Rückzug waren Beschwerden der Athleten über die Qualität der Schwimm-Anzüge. Der Streit gipfelte darin, dass bei der Kurzbahn-Europameisterschaft im kroatischen Rijeka die deutschen Schwimmer Helge Meeuw und Thomas Rupprath statt mit den High-Tech-Anzügen des Herzogenauracher Sportartikelherstellers in ganz normalen Badehosen an den Start gingen. Dass diese das Adidas-Emblem trugen, konnte den Ausrüster nicht beschwichtigen.

Bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking Mitte vergangenen Jahres habe man sich über häufige Klagen der Athleten bezüglich der Wettkampfkleidung geärgert, erläuterten Adidas-Verantwortliche die Trennung von den Schwimmern. Da der Verband die Kündigung nicht akzeptiert, soll in den kommenden Wochen ein Schiedsgerichtsverfahren zwischen Adidas und dem DSV beginnen.

ARD und ZDF werden wie in den Vorjahren live von den deutschen Meisterschaften im Juni sowie vom Kurzbahn-Weltcup im November berichten. Beide Veranstaltungen finden in Berlin statt. Speziell beim Weltpokal soll in diesem Jahr der Start aller deutschen Top-Schwimmer verpflichtend sein. Zuletzt hatte Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen bei ihrem Heim-Weltcup pausiert.

"Es wäre natürlich unschön, wenn so etwas noch einmal passieren sollte. Nach Möglichkeit sollten die Besten starten. So viele Stars haben wir ja nicht in Deutschland", sagte Bremer, die den endgültigen Vertragsabschluss "in den nächsten 14 Tagen" erwartet. Auch die Schwimm-Weltmeisterschaften im Juli übertragen die öffentlich-rechtlichen Sender. Basis dafür ist ein langfristiger Vertrag mit dem Weltverband Fina.

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