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01.02.2010

12:53 Uhr

Vancouver 2010

Olympia-Gegner kündigen Proteste an

Die Olympia-Gegner machen mobil. Zehn Tage vor Beginn der Winterspiele in Vancouver haben Anti-Olympia-Aktivisten Proteste für den Tag der Eröffnungsfeier am 12. Februar angedroht. Wie die Zeitung Vancouver Sun berichtet, wollen etwa 800 Personen bei einer Demonstration von der Vancouver Art Gallery bis zum BC Place Stadium marschieren.

Bilder vom Fackellauf. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Bilder vom Fackellauf. Foto: Bongarts/Getty Images

Sollten die Protestler ihr Vorhaben in die Tat umsetzen, könnte das zu einem Verkehrskollaps und Chaos ungeahnten Ausmaßes führen. Zum Zeitpunkt der Demonstration am Nachmittag des 12. Februar werden sich mehrere Zehntausend Besucher auf den Weg zur Eröffnungsfeier im BC Place Stadium machen.

Einen kleinen Vorgeschmack hatten Polizei und Sicherheitskräfte bereits am 22. Januar erhalten, als 200 Olympia-Gegner am Victoria Square im Herzen Vancouvers mit "No 2010"-Transparenten und Fackeln gegen die Winterspiele protestierten. Laut Vancouver Sun handelte es sich überwiegend um jugendliche Krawallmacher aus der linken Szene. "Anarcho-Punks regieren", schrieb das Blatt.

Man wolle keine Mega-Veranstaltung in der Stadt und dulde keine Unterdrückung durch die Polizei, sagte Alissa Westergard-Thorpe (35), Sprecherin der Anti-Olympia-Bewegung ORN. Die Aktivistin hofft, dass die Demonstranten am Tag der Eröffnungsfeier genauso weit Richtung Stadion vordringen können wie all jene, die nicht im Besitz einer Eintrittskarte sind. "Das ist jedenfalls der Plan", sagte Westergard-Thorpe.

Fackellauf wurde gestört

Störmanöver hatte es schon beim Fackellauf im Oktober gegeben. Damals nutzen rund 400 Gegner die Olympia-Bühne, um ihr Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen. Am 30. Oktober 2009 begann in Kanada der längste inländische Fackellauf der Geschichte. Insgesamt tragen 12 000 Läufer die Flamme an 106 Tagen über 45 000 Kilometer quer durch das Gastgeberland.

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