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01.02.2010

12:16 Uhr

Vermarktungsvertrag mit Sportfive

US-Handball buhlt um mehr Aufmerksamkeit

VonHans Weymar

Der amerikanische Handballverband US Team Handball Association (USATH) hat am Rande der 9. Europameisterschaft in Österreich einen Vermarktungsvertrag mit der Hamburger Agentur Sportfive abgeschlossen. Der Vertrag läuft bis 2015 und umfasst alle TV- und Vermarktungsrechte des Verbandes außerhalb des US-Marktes.

INNSBRUCK. Den Deal bestätigte der USATH-Aufsichtsratsvorsitzende Horst-Dieter Esch, der mit dem Verbandspräsidenten Brad Krassner in Innsbruck weilt, dem Handelsblatt. "Wir sind sehr happy, dass wir diesen sehr für uns sehr wichtigen Vertrag vereinbaren konnten."

Über die Vertragssumme vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Der US-Verband soll ein Fixum in Höhe von etwa 75 000 Euro kassieren und außerdem an möglichen Gewinnen prozentual beteiligt sein. "Wir wollen gemeinsame Fernsehprodukte aus den USA für den europäischen Markt entwickeln", erklärte Esch. Man freue sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit, heißt es bei Sportfive.

Der Vertrag betrifft damit auch Rechte an dem Handball-Länderspiel zwischen Deutschland und Polen, das der Fredenbecker Kaufmann Uhding mit den Verbänden für den 17. Juli in Chicago vereinbart hat. "Dieses Spiel soll für alle Beteiligten ein Türöffner sein", sagt Uhding, der im Aufsichtsrat der USATH und der deutschen Handball-Bundesliga (HBL) sitzt und die deutsch-amerikanischen Handballbeziehungen koordiniert. Esch und Uhding hatten auch mit den Vermarktern Infront und Sportsmen Group verhandelt. Sportfive hält bereits die TV- und Vermarktungsrechte des Deutschen Handballbundes bis 2015.

Die Sportart Handball ist in den USA weitgehend unbekannt und war über lange Jahre nicht einmal im Nationalen Olympischen Komitee der USA (USOC) als offizieller Verband registriert. Erst im vergangenen Jahr gelang Esch, der früher Feldhandball spielte, die Anerkennung der USATH. Esch, der Ende der 1980er Jahre aus Deutschland in die USA übersiedelte, plant langfristig in den USA eine Handballprofiliga. Vorbild ist die Struktur der Basketball-Liga NBA. Zu den Interessenten an einem Franchise gehören Google und Facebook. Derzeit prüfen die Klubs der Group Club Handball (GCH), die Vereinigung der 18 europäischen Spitzenklubs, ob sie in den amerikanischen Markt investieren wollen.

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