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16.02.2006

20:21 Uhr

Vierfach-Sprung misslingt

Enttäuschender Abschied von Lindemann

Der fünfmalige deutsche Eiskunstlauf-Meister Stefan Lindemann hat sich mit einer enttäuschenden Leistung in der Kür von Olympia verabschiedet.

HB TURIN. Stefan Lindemann wollte sich am Donnerstag mit einem ordentlichen Programm zur Filmmusik von "The Big Bounce" (Der große Knall) für seine katastrophale Vorstellung im Kurzprogramm rehabilitieren. Als 20. gestartet, misslang dem ehemaligen Junioren- Weltmeister aber der angekündigte Vierfach-Sprung, mit dem er Plätze gut machen wollte.

"Das war sicherlich ein kleiner Anfang, ein Programm, auf dem ich aufbauen kann", sagte Lindemann, der allerdings keine hochwertige Kombination aufs Eis brachte. Vor 4000 Zuschauern in der nicht ausverkauften Palavela-Arena gelang dem 25 Jahre alte Thüringer Sportsoldaten immerhin der Dreifach-Axel, den er im Kurzprogramm verweigert hatte. Doch die magere Kombination aus Doppel- Flip/Dreifach-Toeloop landete er auf zwei Füßen.

"Ich war ganz schön fertig am Ende, habe alles versucht", meinte der WM-Dritte von 2004, der nur 172,57 Punkte vom Wertungsgericht erhielt. Nach den Spielen wird Lindemann mit Trainerin Ilona Schindler die Situation analysieren. "Ich möchte gern die Weltmeisterschaft laufen und die Saison gut beenden", sagte der EM- Dritte von 2005.

"Es ist noch nicht entschieden, ob er zur WM fahren darf", sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Der Verband hat vom 20. bis 26. März in Calgary nur einen Startplatz und könnte diesen auch mit dem deutschen Vize-Meister Silvio Smalun besetzen. Der Wahl-Oberstdorfer überholte bei der EM im Januar erstmals seit Jahren den formschwachen Lindemann um vier Plätze und wurde Achter.

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