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29.12.2013

10:01 Uhr

Vierschanzentournee

„An guten Tagen springen wir um den Sieg mit“

Die deutschen Skispringer geben sich vor Beginn der Vierschanzentournee bescheiden. Ein dritter Platz wäre schön, hieß es. Oder wenn zwei Springer vorne mit dabei wären. Die Chancen stehen nicht schlecht.

Der Skispringer Severin Freund gilt als deutsche Hoffnung bei der Vierschanzentournee. dpa

Der Skispringer Severin Freund gilt als deutsche Hoffnung bei der Vierschanzentournee.

OberstdorfDie deutschen Ski-Adler wollen DOSB-Boss Alfons Hörmann zu dessen Abschied als Skiverbandschef den ersten Tournee-Tagessieg seit elf Jahren schenken. „Das wäre wunderschön und ein besonderes Bonbon“, sagte Hörmann vor dem Start der Vierschanzentournee an diesem Sonntag (16.30 Uhr/ARD live) in Oberstdorf.

Bundestrainer Werner Schuster hofft mindestens auf ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr, als Severin Freund Dritter wurde. „Wir können an guten Tagen um den Sieg mitspringen. Dieses Potenzial wollen wir ausschöpfen, am besten gleich in Oberstdorf. Die Schanze liegt uns ganz gut“, verkündete Schuster voller Zuversicht und fügte mit Blick auf den weiteren Tourneeverlauf hinzu: „Wenn wir beim ersten Springen zwei Leute vorne dabei haben würden, wäre das schon sehr gut. Wir wollen durchziehen.“

In der kurzen Weihnachtspause haben seine Schützlinge die Seele baumeln lassen. Vor heimischer Kulisse wollen sie den Fans ein Spektakel bieten. „Wir freuen uns auf dieses Event und darauf, mit unserem Sport im Fokus der Öffentlichkeit stehen zu dürfen. Entsprechend wollen wir mit guten Leistungen unseren Teil zu diesem Skisprung-Fest beitragen“, sagte Schuster und formulierte das Ziel: „Wir gehen mit vollen Batterien rein und benötigen einen guten Start.“

Nach Ansicht des Bundestrainers ist Frontmann Freund die „heißeste Aktie“ im deutschen Team. „Ein Podiumsplatz zum Einstieg wäre sehr, sehr schön. Das habe ich letztes Jahr geschafft, und es war ein Wahnsinnserlebnis“, erklärte der 25-Jährige. „Die Tournee ist einfach ein Mythos.“

Er sieht sich trotz der verpatzten Generalprobe beim vorweihnachtlichen Weltcup in Engelberg bereit für den Kampf der Giganten, zu denen vor allem Weltmeister Kamil Stoch aus Polen und Österreichs Jahrhundertspringer Gregor Schlierenzauer zählen. „Ich bin weiter als im Vorjahr. Jetzt ist die Substanz da. Meine Sprünge sind ziemlich stabil, das ist eine gute Basis für die Tournee“, sagte Freund. „Ich habe mir vorgenommen, das, was mir in den letzten Jahren nicht gelungen ist, besser zu machen.“

Auch Youngster Andreas Wellinger ist heiß auf weite Flüge. „Ich will gleich durchstarten“, kündigte er nach seinem zweiten Platz in Engelberg an. Schuster traut dem 18-Jährigen durchaus zu, die Favoriten herauszufordern. „Ich würde ihn auf jeden Fall nicht von der erweiterten Kandidatenliste streichen“, sagte der Chefcoach.

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