Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2014

18:59 Uhr

Vierschanzentournee

Neuling Diethart macht Tournee-Triumph perfekt

Newcomer Thomas Diethart hat die Sensation geschafft. Bei seinem Debüt gewinnt der 21 Jahre alte Österreicher auf Anhieb die Vierschanzentournee im Skispringen. Die deutschen Athleten fahren enttäuscht nach Hause.

Tourneesieger Thomas Diethart: „Das ist so geil!“ dpa

Tourneesieger Thomas Diethart: „Das ist so geil!“

BischofshofenAls Thomas Diethart mit der rot-weiß-roten Nationalflagge in der Hand die Ovationen von 25.000 Fans genoss, applaudierten auch die gerupften deutschen Ski-Adler dem Sensationssieger der 62. Vierschanzentournee. „Glückwunsch. Dass ein Neuling das so durchzieht, habe ich noch nie erlebt“, gratulierte Bundestrainer Werner Schuster dem 21 Jahre alten Überflieger aus Österreich.

Mit seinem coolen Auftritt verwandelte Newcomer Diethart das Skistadion von Bischofshofen am Montag in einen Hexenkessel und rührte seinen Vater Gernot zu Tränen. „Ihm geht es wahrscheinlich schlechter als mir. Er muss sich erst mal beruhigen“, sagte der umjubelte Tournee-Held und bedankte sich bei seinen Eltern: „Ohne ihre Unterstützung wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“

Mit 138,5 und 140 Metern feierte der neue Skisprungstar, der bei den vier Wettbewerben insgesamt 50.000 Schweizer Franken (40.630 Euro) verdiente, auch den Tagessieg. „Das ist so geil, einfach der Wahnsinn. Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Es hat alles funktioniert, ich bin überglücklich“, sagte Diethart.

Er verwies Peter Prevc aus Slowenien und seinen Landsmann Thomas Morgenstern, der sich im Gesamtklassement noch am Schweizer Simon Ammann vorbei auf Rang zwei schob, auf die Plätze. Ammann zog demonstrativ seinen Helm vor der Leistung des Triumphators, der von seinem großen Idol Morgenstern fast erdrückt wurde. „Thomas ist ein würdiger Sieger. Das war megamäßig“, lobte der Tourneegewinner von 2011 seinen jungen Teamkollegen.

Bester deutscher Springer war Andreas Wellinger auf Rang neun. Der 18-Jährige rückte in der Tourneewertung noch auf den zehnten Platz vor und bewahrte das deutsche Team damit vor einem Debakel. Jubeln wollte darüber jedoch niemand. „In der Gesamtwertung ist leider niemand durchgekommen, deshalb sieht es blöd aus. Hätten wir einen vorne drin, würde keiner nachfragen. Aber es ist keinem gelungen, sich frei zu springen. Wir haben Deutschland nicht so repräsentiert, wie wir das wollten. Das ist enttäuschend“, bilanzierte Schuster.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×