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04.01.2015

18:26 Uhr

Vierschanzentournee

Richard Freitag gewinnt Skispringen in Innsbruck

Endlich! Nach dem verkorksten Start der Vierschanzentournee schlagen die deutschen Skispringer in Innsbruck zurück. Richard Freitag fliegt am Bergisel zum Sieg und löst damit im DSV-Lager ausgelassene Jubelstimmung aus.

Richard Freitag springt von der Schanze in Innsbruck: Der Deutsche gewann das Bergiselspringen am Sonntag. dpa

Richard Freitag springt von der Schanze in Innsbruck: Der Deutsche gewann das Bergiselspringen am Sonntag.

InnsbruckMit geschlossenen Augen und einem breiten Grinsen im Gesicht lauschte Richard Freitag zum ersten Mal seit gut zwölf Jahren der deutschen Nationalhymne bei der Vierschanzentournee. Im Hexenkessel von Innsbruck feierte der 23 Jahre alte Sachse am Sonntag den fünften Weltcuperfolg seiner Karriere und beendete damit im 50. Anlauf den Sieg-Fluch der DSV-Adler bei der deutsch-österreichischen Traditionsveranstaltung. „Als der Sieg feststand, war das eine Gefühlsexplosion. Einfach der Wahnsinn“, schilderte Freitag seine Gefühle vor 22 500 Fans am Bergisel.

Für den letzten deutschen Sieg hatte Sven Hannawald am 29. Dezember 2002 in Oberstdorf gesorgt. „Ich habe das Geschichtliche nicht so im Kopf, aber es war gewaltig, in diesem Kessel vor den Massen zu stehen. Das war sehr, sehr geil“, jubelte der überglückliche Gewinner nach seiner Gala am Bergisel.

Einen Vergleich mit dem einzigen Grand-Slam-Gewinner der Tourneegeschichte wies er aber zurück. „Die Fußspuren von Sven Hannawald sind noch etwas größer. Da muss ich noch ein paar Socken drüberziehen“, meinte Freitag.

Mit 133,5 und 132 Metern setzte er sich in einer hochklassigen Konkurrenz vor Tournee-Spitzenreiter Stefan Kraft durch. Rang drei teilten sich der Japaner Noriaki Kasai und Simon Ammann aus der Schweiz. Severin Freund wurde Achter. „Ich bin ein wenig gerührt. Richard hat das super gemacht.

Er ist entspannt in den Wettkampf gegangen und hat die Nerven behalten. Das ist ein toller Tag“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Kraft fährt mit einem Vorsprung von 23,1 Punkten vor seinem Landsmann Michael Hayböck zum Finale nach Bischofshofen. Freitag verbesserte sich in der Tournee-Gesamtwertung mit 791,7 Punkten auf Rang fünf und hat nun in der Endabrechnung sogar einen Podestplatz in Reichweite. Zum dritten Platz, den der Slowene Peter Prevc belegt, fehlen nicht einmal 15 Punkte.

Schon bei der Landung seines Schützlings, der für seinen blitzsauberen Finalflug einmal die Höchstnote 20 erhielt, hatte Schuster mit geballten Fäusten ein Stoßgebet gen Himmel gesandt. „Jetzt müssen wir zusehen, dass wir die besten Gesamtplatzierungen hinkriegen“, sagte Schuster mit Blick auf den letzten Wettbewerb an diesem Dienstag (16.30 Uhr).

Kommentare (1)

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Herr Marc Schindler

05.01.2015, 09:27 Uhr

Endlich mal wieder ein Sieg! Ich glaube aber nicht, dass er das Niveau halten kann. Seht ihr das auch so? Hier gibt es sogar eine Umfrage zu dem Thema! http://tinyurl.com/freitag-weltcup

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