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20.01.2006

11:03 Uhr

Völker weiß nicht wo sie steht

WM als Vorbereitung für Olympia

Kurz vor Olympia wollen viele Eisschnellaufsprinter nochmals ihre Form bei den Weltmeisterschaften im niederländischen Heerenveen testen. Zudem beschäftigen die Sportler immer noch die Klage der Weißrussin Kotjuga, die durch die Hintertür ihren Olympia-Start erzwingen will.

Sabine Völker ist sich unsicher. Foto: dpa

Sabine Völker ist sich unsicher. Foto: dpa

HB HEERENVEEN. Sabine Völker kämpft um ihre Form, die deutschen Meister um die Olympia-Tickets und die gedopte Weißrussin Anzhelika Kotjuga um ihr Startrecht für Turin. "So richtig läuft es noch nicht. Seit ein paar Tagen habe ich schon wieder eine Erkältung: Ich weiß gar nicht, wo ich im internationalen Vergleich überhaupt stehe", meinte die Vorjahrs-Dritte Sabine Völker vor den Sprint- Weltmeisterschaften am Wochenende in Heerenveen. Die 32-Jährige wird während der kompletten Olympia-Vorbereitung von Infekten geplagt und zweifelt nun schon daran, ob sie bis zu den entscheidenden Tagen in Turin überhaupt in Schwung kommt.

"In diesem Jahr kann ich überhaupt nichts planen, immer wieder ist durch die Kranheiten alles durcheinander geraten", sagte die Erfurterin, die in den zurückliegenden Jahren zu den zuverlässigsten deutschen Läuferinnen im Sprint-Mehrkampf zählte. Schon 1998 belegte sie Platz zwei und war ein Jahr später sowie 2005 jeweils Dritte. "Auf jeden Fall ist Heerenveen ein wichtiges Training für Olympia. Vielleicht kann ich mir mit guten Läufen ein bisschen Motivation für Turin holen", erklärte sie und hofft auf leichte Form-Steigerungen.

Seit dem Rücktritt der fünfmaligen Weltmeisterin Monique Garbrecht-Enfeldt vor wenigen Wochen fehlen den Deutschen jedoch die Sieg-Sprinterinnen im Kampf über die je zwei Mal 500 und 1000 Meter. 17 Mal stand bislang bei den 36 Championaten seit 1970 eine Deutsche auf dem höchsten Treppchen des Siegespodests, mit Erhard Keller 1971 in Inzell aber nur einer der deutschen Herren.

Ihren Vorstoß in die Weltelite möchte auch Jenny Wolf bei ihrer fünften Sprint-WM unter Beweis stellen. Die Weltcup-Führende gilt aber als Spezialistin über 500 m, auf denen sie auch in Turin der die chinesische Streitmacht um Weltmeisterin Manli Wang eine Olympia- Medaille abringen will. "Ich bin gespannt auf den Vergleich mit den Chinesinnen, um meinen Standort für Olympia zu bestimmen", meinte die Berlinerin. Im Vierkampf ist sie jedoch ohne Medaille-Chance, da sie über 1000 m mit den Top-Sprinterinnen nicht mithalten kann.

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