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06.09.2013

16:27 Uhr

Vor IOC-Präsidentenwahl

Deutscher Kandidat Bach geht als Favorit ins Rennen

Vor den Präsidentenwahlen des Olympischen Komitees zeigt sich der deutsche Kandidat Thomas Bach selbstbewusst. Er wisse, die Testläufe seien gut gelaufen. Vorwürfe, er habe Wahlversprechen gegeben, weist er zurück.

IOC wählt neuen Präsidenten

Video: IOC wählt neuen Präsidenten

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Buenos AiresThomas Bach hat Spekulationen zurückgewiesen, bei seinem möglichen Aufstieg zum IOC-Präsidenten Kollegen für ihre Unterstützung im Wahlkampf zu belohnen. „Es gibt keine Wahlversprechen. Das bezieht sich auf Sachthemen, aber auch auf Personen“, erklärte der IOC-Vize aus Tauberbischofsheim am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. „Ich habe Ideen und Pläne, über die Ausgestaltung muss man sich unterhalten.“

Der Jurist aus Tauberbischofsheim geht als Favorit in das Votum am Dienstag in Buenos Aires. Er musste im Endspurt des Bewerbungsmarathons aber auch immer wieder Kritik einstecken. Einige Medien monierten, er habe kritische Fragen zu seiner Vergangenheit von seinem Anwalt Christian Schertz abwehren lassen. „Ich bin immer offen für sachliche und konstruktive Kritik, aber alles hat seine Grenzen“, sagte Bach. „Wenn es klar unter die Gürtellinie geht, finde ich es legitim, sich zu wehren. Alles muss man sich nicht gefallen lassen.“

Olympische Sommerspiele seit 1896

1896

Athen, Griechenland

1900

Paris, Frankreich

1904

St. Louis, USA

1908

London, Großbritannien

1912

Stockholm, Schweden

1916

Keine Spiele wegen des Ersten Weltkriegs

1920

Antwerpen, Belgien

1924

Paris, Frankreich

1928

Amsterdam, Niederlande

1932

Los Angeles, USA

1936

Berlin, Deutschland

1940 und 1944

Keine Spiele wegen des Zweiten Weltkrieges

1948

London, Großbritannien

1952

Helsinki, Finnland

1956

Stockholm, Schweden

1960

Rom, Italien

1964

Tokio, Japan

1968

Mexiko, Mexiko

1972

München, Deutschland

1976

Montreal, Kanada

1980

Moskau, Russland

1984

Los Angeles, USA

1988

Seoul, Südkorea

1992

Barcelona, Spanien

1996

Atlanta, USA

2000

Sydney, Australien

2004

Athen, Griechenland

2008

Peking, China

2012

London, Großbritannien

2016

Rio de Janeiro, Brasilien

Der 59 Jahre alte Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) empfand den Wahlkampf als sehr intensiv. „Es wird jetzt Zeit, dass der Wahlkampf zu Ende geht. Ich fühle mich wie vor einem großen Finale und freue mich auf den Tag der Wahl. Ich habe lange genug trainiert, genügend Testwettkämpfe absolviert und will nun die Entscheidung“, so Bach.

Verfrühte Glückwünsche lehnt er trotz seiner vielversprechenden Ausgangsposition ab. „Ich weiß, dass die Testwettkämpfe gut gelaufen sind. Das motiviert und ermutigt mich, aber am Tag des Finals zählen alle vorherigen Ergebnisse nicht“, meinte Bach. „Ich gehe ins Finale mit dem Wunsch zu gewinnen und dem Bewusstsein, verlieren zu können.“

Die 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wählt am Dienstag den Nachfolger des scheidenden Belgiers Jacques Rogge. Als härteste Rivalen von Bach gelten der Banker Richard Carrion (Puerto rico) und der Unternehmer Ng Ser Miang (Singapur). Den restlichen Kandidaten, Denis Oswald (Schweiz), Sergej Bubka (Ukraine) und Wu Ching-Kuo (Taiwan) werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

Von

dpa

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