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28.06.2013

13:50 Uhr

Vor Tour-de-France-Start

Ex-Profi Altig beklagt negatives Bild des Radsports

Der frühere Weltmeister hält die Kritik am Radsport für zu hart. Rudi Altig moniert zudem, dass die Tour de France nicht mehr übertragen wird – und zieht einen Vergleich zu Olympia.

Wegen Fahrern wie der Spanier Alberto Contador (Mitte), der wegen Dopings gesperrt wurde, hat der Radsport ein schlechtes Ansehen in Deutschland. ap

Wegen Fahrern wie der Spanier Alberto Contador (Mitte), der wegen Dopings gesperrt wurde, hat der Radsport ein schlechtes Ansehen in Deutschland.

BerlinDer einstige Weltmeister Rudi Altig hat kurz vor dem Start der 100. Tour de France das negative Image des Radsports hierzulande beklagt. „In Deutschland wird mir zu viel auf dem Radsport rumgetrampelt“, sagte Altig. In anderen Ländern wie Spanien oder Italien sei dies anders, erklärte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des Internet-Portals sport1.de.

In Deutschland werde der Radsport womöglich besonders kritisch betrachtet, weil es eine schwere Sportart sei. „Der Otto Normalverbraucher meint daher, dass diese Leistungen der Tour-de-France-Teilnehmer ja gar nicht ohne Doping erzielt werden können“, sagte Altig. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender aus diesem Grund die Tour nicht mehr übertrügen, müssten sie auch die Olympischen Spiele kritisch hinterfragen, erklärte Altig, der in den 60er Jahren das Gelbe Trikot trug.

„Von mir hieß es auch, dass ich die 'radelnde Apotheke' bin, aber das ist ganz dummes Zeug“, betonte der 76-Jährige. Er wisse, dass er im Leben nie gedopt habe. „Wenn wir mal etwas gemacht haben, dann haben wir mal geschnupft – wie alle anderen auch. Aber wenn ich von Wachstumshormonen höre oder von EPO, da wusste zu meiner Zeit noch keiner etwas davon“, sagte Altig.

Von

dpa

Kommentare (1)

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LukeHope

29.06.2013, 13:13 Uhr

Wie schön von Rudi Altig zu hören. Macht mich auch traurig, dass Radsport so einen schweren Stand in Deutschland hat. Ein willkommener Beitrag. Wo bleibt der Mut, nicht nur den Sommer zum Radsommer zu machen sondern auch unser Deutschland zu erfahren? Das wäre was besonderes Deutschland immer wieder neu zu entdecken, mal Strecken hier vor Ort nach zu fahren.

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