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08.01.2005

17:18 Uhr

Vorsichtige Prognose für 2005

Ralf Schumacher enthüllt neuen TF105

Der Formel-1-Rennstall Toyota hat bei seinem Rennwagen für die Saison 2005 vor allem auf die Aerodynamik geachtet. Seine Fahrer bezeichnete der Chef als «Dreamteam».

HB BERLIN. Toyota hat am Samstag als erstes Formel-1-Team seinen neuen Rennwagen vorgestellt. Ralf Schumacher enthüllte den TF105 auf einem Bahnsteig des «Estació-de- França»-Bahnhof in Barcelona gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jarno Trulli. Der TF105 wird am Dienstag und Mittwoch erstmals in Jerez getestet. Mit dem neuen Auto will der in Köln ansässige Rennstall in seinem vierten Formel-1-Jahr den Anschluss an die Spitzenteams schaffen.

«Das Jahr 2004 war sehr enttäuschend für uns. Wir haben aber viel gelernt aus unseren Fehlern und wollen 2005 regelmäßig in die Punkte fahren und einmal einen Podiumsplatz erreichen», sagte Teamchef Tsutomu Tomita. Auch Ralf Schumacher gab sich zurückhaltend: «Mit einem Podestplatz können wir erst Mitte der Saison rechnen.»

Wie alle anderen Teams musste Toyota bei der Entwicklung des Wagens die neuen Regeln berücksichtigen. Der Schwerpunkt der Arbeit von Gascoyne und seinem Team lag auf der Verbesserung der Aerodynamik, die im vergangenen Jahr der große Schwachpunkt des alten Wagens war. Neun Monate wurde im Windkanal gearbeitet.

Bis zum Saisonstart am 6. März in Melbourne werden weitere Modifikationen vorgenommen. In Barcelona präsentierte sich der TF105 als eine Mischung aus dem Weltmeister-Auto von Ferrari und Renault und nicht mehr zu klobig wie 2004. Der Motor, der nach dem neuen Reglement zwei Rennen halten muss, soll erneut 900 PS stark sein und damit zu den leistungsstärksten Formel-1-Aggregaten gehören.

Große Hoffnungen setzt das Team auf sein Piloten-Duo. «Wir haben ein Dream-Team. An den Fahrern kann es nicht liegen, wenn wir die Ziele nicht erreichen», sagte Teamdirektor John Howett. Ralf Schumacher sieht in seinem Wechsel von Williams-BMW zu Toyota eine Herausforderung: «Es ist eine große Aufgabe, die Zeit braucht. Ich habe mich schneller eingewöhnt, als ich gedacht habe», sagte er.

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