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03.07.2015

07:30 Uhr

Wimbledon

Brown: „Wahrscheinlich der beste Tag in meinem Leben”

Quelle:dpa

Der Deutsche Dustin Brown schafft es nach seinem Sieg über Rafael Nadal in die dritte Runde von Wimbledon. Im Interview spricht er über das Match, seine Außenseiter-Position und emotionale Ausbrüche auf dem Platz.

Der deutsche Tennisprofi geht seinen ganz eigenen Weg. Foto: Facundo Arrizabalaga dpa

Dustin Brown

Der deutsche Tennisprofi geht seinen ganz eigenen Weg. Foto: Facundo Arrizabalaga

LondonHerr Brown, John McEnroe sagte gerade, dass Ihr Auftritt einer der größten gewesen sei, die er je von einem Außenseiter in Wimbledon gesehen habe. Wie würden Sie Ihre Leistung beschreiben?
Er hat es mir auch gerade gesagt, ich habe ein Radio-Interview mit ihm gehabt. Es ist ein schönes Gefühl, dass er das sagt. Er kommt ja aus einer Generation, die auch Serve-And-Volley gespielt hat und oft ans Netz gegangen ist wie ich.

Wie haben Sie es geschafft, mental stark zu bleiben im Match?
Jeder sagt immer: Spiel Punkt um Punkt, Punkt um Punkt. Aber so einfach war es nicht. Gegen Nadal zu spielen, ist nicht einfach. Aber ich hatte einen Plan. Ich war teilweise selber von mir überrascht, dass ich so ruhig war. Auch wenn es mal eng war. Am Ende war ich fast wie im Tunnel und dachte: Mach bitte einfach weiter, mach nichts anders.

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Haben Sie mit diesem Erfolg gerechnet? Also vielleicht nicht gerade, Rafael Nadal auf dem Center Court zu schlagen, aber die Form zu finden, die Sie jetzt gerade haben?
Ich weiß, dass ich auf den schnelleren Belägen sehr gefährlich bin. Daher habe ich mich auch sehr gefreut, als ich letztes Jahr gehört habe, dass die Rasensaison verlängert wird. Nadal ist einer der besten Spieler in unserem Sport, und zweimal gegen ihn auf meinem Lieblingsbelag zu spielen, war wahrscheinlich mein Glück. Ich würde nicht so gerne auf Sand oder Hartplatz gegen ihn spielen.

Bei vielen Spielern äußert sich die Persönlichkeit auch in der Art und Weise, wie sie spielen. Wie ist das bei Ihnen?
Ich weiß nicht, wie es aussieht, wenn ich spiele. Wenn wir uns Matches von mir ansehen, schwankt es zwischen: „Okay, das ist ein guter Schlag” und „das war dumm”. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich so ein Match wie heute an einem bestimmten Tag gewinnen kann, aber auch mal ein grottenschlechtes Match spielen kann. Ich muss akzeptieren, dass mein Spiel eine große Spanne hat.

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