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02.04.2006

11:00 Uhr

Wintersport National

Maier soll alpinen Ski-Sport nach vorne bringen

Der bisherige Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier ist auf der Verbandsversammlung des Deutschen Skiverbandes (DSV) in München zum Sportdirektor des Bereichs Alpin ernannt worden. Neuer Frauen-Coach wird Matthias Berthold.

Auf seiner Verbandsversammlung in München hat der Deutsche Skiverband (DSV) wie erwartet eine neue Struktur mit personellen Veränderungen beschlossen. Geschäftsführer Thomas Pfüller ist als Sportdirektor künftig nur noch für den Bereich Nordisch/Biathlon verantwortlich, dafür steigt der bisherige Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier zum Sportdirektor des Bereichs Alpin auf.

Damit soll der Sonderstellung des bei den Olympischen Winterspielen von Turin ohne Medaille gebliebenen Alpin-Bereichs Rechnung getragen werden. Neuer Frauen-Cheftrainer und damit Nachfolger Maiers wird wie geplant der bisherige Technikcoach Matthias Berthold.

Die DSV-Leistungssport-Gmbh wird neu in die drei Bereiche Alpin, Nordisch/Biathlon und Trainerschule gegliedert. Die vom bisherigen Skisprung-Teammanager Jürgen Wolf geleitete Trainerschule rückt damit aus dem Breitensportbereich in den Spitzensport auf.

Technische Leiter Tusch und Co. "degradiert"

Um die Nachwuchsentwicklung zu forcieren, werden die bisherigen Technischen Leiter Rudi Tusch (Skisprung/Nordische Kombination), Georg Zipfel (Langlauf), Norbert Baier (Biathlon) und Walter Vogel (Alpin) zum Sportlichen Leiter Nachwuchs "degradiert". Die Cheftrainer - wie der zuletzt in die Kritik geratene Skisprung-Bundestrainer Peter Rohwein - unterstehen künftig direkt dem Sportdirektor. Sie sollen eine bessere Zusammenarbeit mit den Landesskiverbänden und Stützpunkten herstellen und eine einheitliche Linie bei der Talentförderung durchsetzen.

"Mit der verstärkten Konzentration auf eine noch professionellere Nachwuchsarbeit wollen wir mittel- und langfristig die führende Position des DSV sicherstellen", sagte DSV-Präsident Alfons Hörmann. Pfüller hofft, dass durch die neue Struktur die "Handschrift des DSV bis an die Basis spürbar wird". Mit 18 von 29 Medaillen - davon sechs von elf goldenen - hatte der DSV bei Olympia wie schon vor vier Jahren in Salt Lake City den Löwenanteil des deutschen Edelmetalls beigetragen.

Weitere personelle Veränderungen im DSV sollen im Laufe des zweiten Quartals umgesetzt werden. Im Skispringen soll beispielsweise der Österreicher Stefan Horngacher den Stützpunkt Hinterzarten mit "Sorgenkind" Martin Schmitt übernehmen, mit dem bisherigen polnischen Cheftrainer Heinz Kuttin wird ebenfalls über die Übernahme eines Stützpunktes verhandelt.

© SID

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