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18.01.2005

14:47 Uhr

"You have to win Zweikampf"

Alles ist so, wie es einmal war

VonMoritz Küpper

Bixente Lizarazu kommt als Sympathieträger zurück nach München - und löst gleichzeitig das Problem auf der linken Seite.

Bixente Lizarazu ist wieder da. Foto: dpa

Bixente Lizarazu ist wieder da. Foto: dpa

MÜNCHEN. Die Zeit ist knapp. Höchstens zwei Trainingstage wird Bixente Lizarazu an der Säbener Straße 51 auf dem schmucken Trainingsgelände des FC Bayern München verbracht haben, wenn seine Mannschaft am kommenden Freitag gegen den Hamburger SV die Rückrunde eröffnet. Hinzu kommen zwar noch ein Trainingslager in Dubai und ein dreitägiger Trip durchs Rheinland, doch viel Zeit für einen Neuzugang ist das nicht.

Dass Lizarazu, 35, beim FC Bayern allerdings nicht der Kategorie "Neuzugänge" zugeordnet wird, dürfte wohl jedem Fußballfan in Deutschland einleuchten. Insgesamt sieben Jahre spielte der Baske in München. Auch die Umstände der (Neu-)Verpflichtung zeigen, dass bei den Bayern in der Winterpause kein normaler Transfer stattgefunden hat: Auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub klingelte Uli Hoeneß? Handy, Lizarazu war am anderen Ende: "Ich dachte, er wollte mir frohe Weihnachten wünschen", erzählte der Bayern-Manager später genüsslich, als die Verpflichtung bekannt wurde, doch Lizarazu wollte einen neuen Vertrag. Vergessen der Stolz, der ihn vor einem halben Jahr, keinen schlechter dotierten Vertrag unterschrieben ließ und er stattdessen bei Olympique Marseille anheuerte.

Dort saß er jedoch nach einem Trainerwechsel auf der Ersatzbank, machte seit Ende November kein einziges Spiel mehr. Gut, wenn man bei seinem alten Arbeitgeber noch in guter Erinnerung ist - und dieser Probleme auf der linken Seite hat.

Die Verpflichtung scheint wirklich nur Vorteile zu bieten: Die Bayern holten einen Sympathieträger zurück, der ihr Problem auf der linken Seite bis zu Philipp Lahms Rückkehr im Sommer löst, Hoeneß sieht sich in seiner Ansicht bestätigt, dass die Macht der Spieler beim Vertragspoker sinkt, und für Lizarazu scheint die Rückkehr in seine sportliche Heimat sowieso die beste Lösung: "Ich habe das Gefühl, als sei ich nicht vor einem halben Jahr, sondern vor zwei Tagen weggegangen." Schon nach ein paar Trainingseinheiten in Dubai konnte er diese Aussage glaubhaft untermauern: "Es ist alles das Gleiche", stellte er fest: "Oliver Kahn hat sich nach jedem Gegentor fürchterlich geärgert, Sammy Kuffour hat alle umgetreten."

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