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08.02.2005

15:06 Uhr

Zentralstelle beobachtet künftig Wetteinsätze

Österreich schaltet im Wettskandal Interpol ein

Die Behörden haben von der Berliner Staatsanwaltschaft die Ermittlungsakten im Fall Hoyzer angefordert. Die Einsicht in die Unterlagen soll Aufschluss darüber geben, ob tatsächlich Anhaltspunkte für eine Straftat vorliegen.

HB WIEN. Im Fußball-Wettskandal haben die österreichischen Behörden Interpol eingeschaltet und von der Berliner Staatsanwaltschaft die Ermittlungsakten im Fall Hoyzer angefordert. Nach Einsicht der Unterlagen werde man wissen, ob es tatsächlich Anhaltspunkte für eine Straftat gebe, sagte der Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Danach werde gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft entschieden, welche Schritte unternommen würden.

Nach Erkenntnissen in Österreich soll es bei den Spielen Grazer AK gegen Admira sowie bei einem Spiel von Casino Bregenz - der Club war von Hoyzer genannt worden - erhöhte Wetteinsätze gegeben haben. Österreichs Schiedsrichter-Chef Gerhard Kapl schloss am Dienstag allerdings aus, dass auch Unparteiische aus der Alpenrepublik in die Affäre verwickelt sein könnten. "In den betreffenden Spielen hat es keine zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidung gegeben", sagte der Chefankläger der Europäischen Fußball-Union UEFA am Dienstag der dpa.

Trotzdem werden im österreichischen Fußball Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Bei auffällig hohen Wetteinsätzen soll eine Zentralstelle künftig sofort reagieren und dem Verdacht nachgehen. Auch dürfen die Schiedsrichter nicht auf eigene Spiele wetten.

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