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26.07.2012

18:31 Uhr

Sportausrüster

Laufsteg für Weltmarken

VonJoachim Hofer

Olympische Sommerspiele bescheren, anders als große Fußballturniere, der Sportartikelbranche keine Gewinnsprünge. Und so geht es in London für die namhaften Marken nur ums Image – mit einer deutschen Ausnahme.

Präsentation der Olympischen Kollektion: Auch die Marken freuen sich. dpa

Präsentation der Olympischen Kollektion: Auch die Marken freuen sich.

MünchenSporthändler lieben die großen Fußball-Titelkämpfe. „Wenn die Nationalmannschaft eines Landes gewinnt, dann spüren wir das am nächsten Tag sofort in den Läden“, sagt Franz Julen, Chef von Intersport International. Die Fans stürmen die Geschäfte regelrecht und decken sich mit Trikots ihrer Teams ein, wenn diese erfolgreich sind. So hat der weltgrößte Sporthändlerverbund während der vergangenen Europameisterschaft allein vom deutschen Team eine Viertelmillion Leibchen verkauft.

Die Olympischen Spiele, die am Freitag in London beginnen, bringen der Sportbranche hingegen kaum zusätzliche Umsätze. „Da geht es eher darum, die eigene Markenpräsenz zu erhöhen und die Produktkompetenz unter Beweis zu stellen“, meint Franz Koch, der Chef des fränkischen Turnschuhproduzenten Puma.

Der Grund dafür: Wenn die Nationalelf antritt, dann fiebern viele Millionen mit. Für Sportschützen, Kajakfahrer oder Dressurreiter dagegen begeistern sich die Massen eher selten.

Trotzdem will die Industrie das Spektakel nicht ganz abschreiben. „Wir können auf eine positive Langzeitwirkung hoffen“, betont Intersport-Manager Julen. Sein Kalkül: Vielleicht lässt sich der eine oder andere TV-Zuschauer durch die Bilder animieren, einmal selbst wieder zu joggen oder ins Schwimmbad zu gehen. Und dazu braucht er dann eben auch eine neue Sportausrüstung.

Olympia in Zahlen

302

So viele Entscheidungen wird es in den gut zwei Wochen geben.

10.500

So viele Athleten nehmen an den Olympischen Spielen 2012 teil.

17.000

Die Zahl der Gäste, die das Olympische Dorf beherbergt.

30.000

Fast drei Mal mehr Journalisten als Sportler befinden sich während der Spiele in London.

70.000

So viel freiwillige Helfer werden im Einsatz sein.

294.000

Zahl der ausländischen Dauergäste während Olympia 2012.

587.000

Zahl der einheimischen Dauergäste während Olympia 2012.

5.500.000

So viele Tagestouristen werden erwartet.

10.000.000

Zahl der verkauften Eintrittskarten für die Spiele.

10.000.000.000

Ungefähre Summe in britischen Pfund, die als Olympia-Budget zur Verfügung steht.

Es gibt nur einen Sportkonzern, der von Olympia unmittelbar profitieren wird: Adidas. Das Unternehmen ist offizieller Partner der Londoner Organisatoren und kleidet alle 80.000 Helfer sowie die Funktionäre ein. Damit ist die Marke mit den drei Streifen ständig auf den Bildschirmen zu sehen. Insgesamt stellen die Franken den Freiwilligen 1,5 Millionen Produkte zur Verfügung, von Schuhen bis zu Shirts und Mützen.

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