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09.06.2014

19:25 Uhr

Trainingsauftakt

Löw simuliert Portugal-Bedingungen

„Jetzt geht's los“: Die deutsche Mannschaft startet positiv ins brasilianische WM-Training. Manuel Neuer trainiert wieder, Philipp Lahms Rolle verfestigt sich. An etwas anderes als ans Finale will der DFB nicht denken.

Mesut Özil und Lukas Podolski haben sichtlich Spaß an der ersten Trainingseinlage – auch wenn sich hier nur die brasilianischen Eingeborenen bewegen. AFP

Mesut Özil und Lukas Podolski haben sichtlich Spaß an der ersten Trainingseinlage – auch wenn sich hier nur die brasilianischen Eingeborenen bewegen.

Santo AndréNach dem herzlichen Empfang in Brasilien drängte Joachim Löw auch beim öffentlichen Training auf hochkonzentrierte Arbeit. Der Bundestrainer will im Endspurt bis zum WM-Start keine Zeit mehr verlieren. Beobachtet von 500 Zuschauern aus Santo André, darunter Indianer vom Stamm Pataxo, trieb Löw am Montag seine Pläne für den Ernstfall gegen Portugal auf dem Fußballplatz voran. Der DFB-Chefcoach gönnte seinen 23 Fußballern nach dem Einchecken im abgeschiedenen Campo Bahia keine große Anpassungsphase, um sich nach der 15-Stunden-Anreise mit Flugzeug, Bus und einer Fähre vom Jetlag zu erholen.

Vor dem Auftakt am 16. Juni gegen Portugal stehen drei Einheiten zur Anstoßzeit um 13.00 Uhr Ortszeit für das Nationalteam auf dem Programm. „Es ist nicht jedem so bewusst, was einen erwartet“, begründete Löws Assistent Hansi Flick am Montag in Santo André. „Für uns ist erstmal wichtig, dass wir uns auch an die Temperaturen gewöhnen.“

Am Mittwoch, Freitag und Sonntag wird jeweils um 13 Uhr trainiert, die letzte Einheit findet im Stadion von Salvador statt. Dazu sollen die Nationalspieler mit Blick auf die ungewohnte Anstoßzeit ihren eigenen Tagesrhythmus finden - auch was Aufstehen und Mahlzeiten betrifft. Laut Flick sind alle Akteure im deutschen Kader bei der Fitness „nahe bei hundert Prozent“. Bekanntschaft mit der ungewohnten Anstoßzeit haben nur die in der englischen Premier League spielenden Nationalspieler Per Mertesacker, Mesut Özil und Lukas Podolski vom FC Arsenal sowie Chelsea-Akteur André Schürrle.

Oliver Bierhoff ging am Montag bei der Eröffnungs-Pressekonferenz in Santo André von einem langen Aufenthalt im heißen Brasilien aus. „Realistisch ist schon der Weg zum Finale. An etwas anderes möchten wir gar nicht denken“, betonte der Nationalmannschaftsmanager.

Bierhoff und Flick lobten die Bedingungen vor Ort, wie auch DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Das Delegationsmitglied äußerte sich auch positiv über die vielen Sicherheitsvorkehrungen. „Das ist eine Aufgabe des jeweiligen Gastgeberlandes“, sagte Sandrock mit Blick auf Polizeieskorten und Militärvertreter. „Die gesamte Sicherheitsarchitektur, die aufgebaut wird, liegt in den Händen des jeweiligen Ausrichters. Da gibt es Erfahrungswerte, man schaut sich große Turniere an. Auch Deutschland hat beraten bei der Sicherheitsarchitektur, aber die Verantwortung liegt hier im Land bei den Behörden.“

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