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14.07.2011

15:19 Uhr

Trotz Quotenhit

Kein Frauenfußball in Samstags-Sportschau

Bis zu 17 Millionen Zuschauer haben die WM-Spiele der DFB-Damen vor dem Fernseher verfolgt. Trotzdem werden die Fans auch künftig auf TV-Berichte aus der Frauen-Bundesliga verzichten müssen - zumindest am Samstagabend.

Die ARD will vorerst keine Frauen-Bundesliga in der Samstagabendausgabe der Sportschau zeigen. Quelle: dpa

Die ARD will vorerst keine Frauen-Bundesliga in der Samstagabendausgabe der Sportschau zeigen.

HannoverDie sensationellen Einschaltquoten bei der Frauen-WM werden die deutsche Fußball-TV-Landschaft nicht auf einen Schlag verändern. Der Wunsch des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, dass die Frauen-Bundesliga zukünftig wie die 3. Männer-Liga in der ARD-Sportschau behandelt wird, dürfte nicht in Erfüllung gehen.

„Wir müssen das Turnier genau analysieren. Die WM ist aber nicht mit dem Ligabetrieb zu vergleichen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. „Ich halte es derzeit für ausgeschlossen, dass wir regelmäßig Spielberichte aus der Bundesliga samstags zeigen“, fügte er hinzu.

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ARD und ZDF haben in der Vergangenheit hin und wieder in ihren Sonntag-Sportsendungen über Partien aus der Frauen-Bundesliga berichtet. Das könnte intensiviert werden, zumal die höchste Liga der Frauen ihre Spiele bisher sonntags austrägt. Zudem übertragen die öffentlich-rechtlichen TV-Sender seit mehreren Jahren die Länderspiele der DFB-Frauen live. Hier gibt es laut Balkausky Überlegungen, die Anfangszeiten einzelner Partien auf die Zeit nach 20 Uhr zu verlegen. In der sogenannten Primetime wurden bei der WM Rekord-Quoten von 17 Millionen Zuschauern gemessen.

Trotz der enormen WM-Reichweiten - am Mittwoch verfolgten 8,45 Millionen (Marktanteil 28,6 Prozent) das Halbfinale zwischen Japan und Schweden im Zweiten - drückte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz etwas auf die Euphoriebremse. „Man sollte nicht übermütig werden. Ich glaube nicht, dass Frauen-Länderspiele in Zukunft 15 oder 16 Millionen Zuschauer haben werden“, sagte Gruschwitz. Er verwies auf das Beispiel der Männer. Die WM-Partien des DFB-Teams werden von 20 bis 30 Millionen Zuschauern verfolgt, bei „normalen“ Länderspielen sitzen manchmal weniger als zehn Millionen Fans vor dem Bildschirm.

„Das WM-Turnier hatte unbestritten eine große sportliche Wertigkeit. Die DFB-Frauen waren vorher zweimal Weltmeister geworden und haben damit große Erwartungen erweckt“, sagte Gruschwitz zu dem in dieser Dimension unerwarteten Quoten-Erfolg. „Außerdem haben seit dem Sommermärchen 2006 der Männer alle sportlichen Großereignisse in in Deutschland einen Event-Charakter angenommen. Man will dabei sein“, erläuterte der ZDF-Sportchef.

Nach der Fußball-WM der Männer vor fünf Jahren waren die Reit-WM in Aachen 2006, die Handball-WM der Männer 2007 und die Leichtathletik-WM 2009 in Berlin auf ein großes Publikumsinteresse gestoßen. Davon profitierten auch die TV-Sender mit guten Quoten. „Der Frauen-Fußball hat durch die WM einen neuen Stellenwert erfahren. Das gleiche Turnier in England oder Frankreich hätte aber nicht diese Resonanz gehabt“, argumentierte Gruschwitz.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

15.07.2011, 13:45 Uhr

....... und das ist gut so!

Account gelöscht!

15.07.2011, 14:04 Uhr

Gott sei dank startet an diesem Wochenende wieder die 2. Liga!

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