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05.08.2012

15:36 Uhr

Usain Bolt bei Olympia

Der schnellste Mann der Welt auf Werbetour

VonMassimo Bognanni

Heute läuft Usain Bolt auf seiner Lieblingsdistanz, den 100 Metern, erneut um Gold. Ein Titel ist ihm nicht zu nehmen – der des Werbekönigs. Der Jamaikaner ist der Liebling der Sponsoren, Olympia eine riesige Werbetour.

Werbe-Ikone Bolt: Mehr als 20 Millionen Dollar verdiente der Sprinter in diesem Jahr über Werbung. Reuters

Werbe-Ikone Bolt: Mehr als 20 Millionen Dollar verdiente der Sprinter in diesem Jahr über Werbung.

DüsseldorfMilliarden Zuschauer werden gebannt vor dem Fernseher sitzen, wenn acht Athleten am Sonntagabend in die Startblöcke steigen. Der 100-Meter-Sprint der Männer ist der Höhepunkt der Olympischen Spiele. Im Fokus steht ein 25-jähriger Jamaikaner, der mit seinem Weltrekord von 9,58 Sekunden als erster Mensch die 100 Meter unter 9,6 Sekunden lief: Usain Bolt. Dominierte der Sprinter bei den Spielen in Peking 2008 noch mit drei Goldmedaillen, ist sein Sieg dieses Mal kein Selbstläufer. Sein Landsmann Yohan Blake war zuletzt schneller.

Doch egal, wie das Rennen ausgeht, ein Titel ist Bolt nicht zu nehmen – der des Werbekönigs. Nach Angaben des Magazins „Forbes“ verdient er in diesem Jahr 20,3 Millionen Dollar. Nur 300.000 Dollar davon sind Preisgelder, den Großteil streicht er durch Werbeverträge ein. Die Fachzeitschrift „Sportspro“ kürte Bolt zum Athleten mit dem weltweit größten Markenpotenzial. Demnach ist die „Marke Bolt“ für Sponsoren wertvoller als die der Fußballstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

Olympia ist für Bolt eine gewaltige Werbetour. Im Umfeld der Spiele nehme der Sprinter unter anderem Termine für Puma, den Getränkeproduzenten Gatorade und Luxus-Uhrenhersteller Hublot wahr, sagt seine Sprecherin. Zudem habe er kürzlich Verträge mit Nissan, Visa Europe und Virgin Media geschlossen. Im „Team Bolt“ arbeiten inzwischen neben einem Trainer und einem Masseur gleich fünf Agenten, Manager und PR-Profis.

Für internationale Kampagnen sei Bolt das perfekte Gesicht, sagt auch Andreas Ullmann, Experte beim Kölner Institut Sport+Markt. „Auf der ganzen Welt fasziniert Zuschauer die Frage, wer der schnellste Mensch ist. Jeder versteht die Regeln, der gesamte Wettbewerb kann in den Nachrichtensendungen gezeigt werden“, sagt Ullmann. Bolt habe mehr als nur Sprinterqualitäten. „Er bietet eine Show. Mit seinen Grimassen vor den Starts polarisiert er, er hat einen hohen Wiedererkennungswert.“ Auch spontane Einlagen, wie Bolts „Flirt“ mit dem Maskottchen Berlino nach seinem Weltrekord-Lauf 2010 machten ihn sympathisch.

Die deutschen Medaillengewinner

Hockey

Gold

Die Herren-Mannschaft

Beachvolleyball

Gold

Julius Brink und Jonas Reckermann

Fechten

Silber

Britta Heidemann (Leverkusen) im Degenfechten

Bronze

Peter Joppich (Koblenz), Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim), Sebastian Bachmann (Bonn) und André Weßels (Bonn) im Florettteam

Judo

Silber

Kerstin Thiele (Leipzig) in der Klasse bis 70 kg

Ole Bischof (Reutlingen) in der Klasse bis 81 kg

Bronze

Andreas Tölzer (Mönchengladbach) im Schwergewicht

Dimitri Peters (Rotenburg) in der Klasse bis 100 kg

Kanu

Gold
Sebastian Brendel (Potsdam) im Einer-Canadier auf 1.000 Meter

Peter Kretschmer und Kurt Kuschela (Potsdam) im Zweier-Canadier über 1000 Meter

Franziska Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) im Zweier-Kajak auf 500 Meter

Silber

Sideris Tasiadis (Augsburg) im Canadier-Slalom

Carolin Leonhardt (Mannheim), Franziska Weber (Potsdam), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) im Vierer-Kajak auf 500 Meter

Bronze

Hannes Aigner (Augsburg) im Kajak-Slalom

Max Hoff (Essen) im Einer-Kajak auf 1.000 Meter

Martin Hollstein (Neubrandenburg) und Andreas Ihle (Magdeburg) im Zweier-Kajak auf 1.000 Meter




Leichtathletik

Gold

Robert Harting (Berlin) im Diskuswurf

Silber

David Storl (Chemnitz) im Kugelstoßen

Lilli Schwarzkopf (Rhein-Wied) im Siebenkampf

Björn Otto (Frechen) im Stabhochsprung

Christina Obergföll (Lahr) im Speerwerfen

Bronze

Raphael Holzdeppe (Kaiserslautern) im Stabhochsprung

Betty Heidler (Berlin) im Hammerwerfen

Linda Stahl (Steinheim) im Speerwerfen

Pferdesport

Gold

Michael Jung (Horb) mit Sam in der Vielseitigkeit

Michael Jung (Horb) mit Sam, Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo, Dirk Schrade (Sprockhövel) mit King Artus, Peter Thomsen (Lindewitt) mit Barny und Ingrid Klimke (Münster) mit Abraxxas in der Vielseitigkeit-Mannschaft

Silber

Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Damon Hill, Kristina Sprehe (Dinklage) mit Desperados, Dorothee Schneider (Framersheim) mit Diva Royal) in der Dressur-Mannschaft

Bronze

Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo in der Vielseitigkeit

Radsport

Gold

Miriam Welte (Kaiserslautern) und Kristina Vogel (Erfurt) im Bahnrad-Teamsprint

Silber

Judith Arndt (Leipzig) im Zeitfahren

Tony Martin (Kreuzlingen/Schweiz) im Zeitfahren

Maximilian Levy (Cottbus) im Keirin

Sabine Spitz (Bad Säckingen) im Cross Country Mountainbike

Bronze

René Enders (Erfurt), Robert Förstemann (Gera), Maximilian Levy (Cottbus) im Bahnrad-Teamsprint

Rudern

Gold

Karl Schulze (Dresden), Philipp Wende (Wurzen), Lauritz Schoof (Rendsburg) und Tim Grohmann (Dresden) im Doppelvierer

Philip Adamski (Mannheim), Andreas Kuffner (Berlin), Eric Johannesen (Hamburg), Maximilian Reinelt (Ulm), Richard Schmidt (Trier), Lukas Müller (Düsseldorf), Florian Mennigen (Ratzeburg), Kristof Wilke (Radolfzell) und Steuermann Martin Sauer (Berlin) im Achter

Silber

Julia Richter (Berlin), Carina Bär (Heilbronn), Annekatrin Thiele (Leipzig) und Britta Oppelt (Berlin)

Tischtennis

Bronze

Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/Russland) im Einzel

Timo Boll (Borussia Düsseldorf), Dimitrij Ovtcharov (Fakel Orenburg/Russland) und Bastian Steger (1. FC Saarbrücken) im Mannschaftswettbewerb

Turnen

Silber

Marcel Nguyen (Unterhaching) im Mehrkampf

Marcel Nguyen (Unterhaching) am Barren

Fabian Hambüchen (Wetzlar) am Reck

Knapp zehn Sekunden wird es dauern, dann steht fest, ob Bolt seine außergewöhnliche Karriere weiter vergoldet.

Kommentare (1)

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Steinweg

05.08.2012, 16:25 Uhr

Mir ist bei diesem Artikel noch unverstaendlicher, warum die Formel 1 nicht auch bei Olympia mitmacht.

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