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07.06.2014

02:31 Uhr

Verletzung im Testspiel

Reus droht das WM-Aus

Schreckmoment für die Nationalmannschaft: Im Testspiel gegen Armenien knickt Schlüsselspieler Marco Reus böse um und wird ins Krankenhaus gebracht. Die Diagnose macht wenig Hoffnung auf eine WM-Teilnahme.

Deutschlands Marco Reus liegt verletzt am Boden. Bei einem Zweikampf traf Artak Jedigarjan den Dortmunder am Knöchel. dpa

Deutschlands Marco Reus liegt verletzt am Boden. Bei einem Zweikampf traf Artak Jedigarjan den Dortmunder am Knöchel.

MainzFußball-Nationalspieler Marco Reus droht das WM-Aus. Der 25 Jahre alte Offensivspieler von Borussia Dortmund hat beim 6:1-Sieg der deutschen Mannschaft im Benefiz-Länderspiel gegen Armenien am linken Fuß einen Teilriss des vorderen Syndesmosebandes oberhalb des Sprunggelenkes erlitten. Diese Diagnose teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in der Nacht zum Samstag nach einer Kernspin-Untersuchung in der Mainzer Uniklinik mit.

Eine solche Verletzung erfordert gewöhnlich eine mehrwöchige Pause. „Weitere Entscheidungen“ soll es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Das deutsche Team fliegt am späten Samstagabend nach Brasilien.

Als Marco Reus mit schmerzverzerrtem Gesicht gestützt von Doc und Physiotherapeut in die Kabine geleitet wurde, musste Joachim Löw Schlimmstes befürchten. Sorgenvoll blickte der Bundestrainer dem am linken Sprunggelenk verletzten WM-Hoffnungsträger entgegen. Eine mutmachende Reaktion der Offensivkraft gab es nicht. Nur zaghaft kamen Marco-Reus-Rufe von den Rängen: Die Fans in Mainz beschlich am Freitagabend bei der Weltmeisterschafts-Generalprobe gegen Armenien schon eine bittere Vorahnung.

Kurz vor der Pause (44. Minute) hatte Artak Jedigarjan den Dortmunder am Sprunggelenk getroffen, Reus blieb zusammengekrümmt auf dem Rasen liegen. Schnell waren Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Physiotherapeut Klaus Eder auf das Spielfeld geeilt. Nach einem kurzen Blick auf den Patienten gaben sie ebenso rasch das Signal zum Wechsel, der später starke Lukas Podolski kam in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte in die Partie. Für Reus ging es dagegen in die Mainzer Uniklinik zur Kernspintomographie. „Ich habe in der Halbzeit gesehen, dass es schon geschwollen war. Ich hoffe, dass er nichts an den Bändern hat“, sagte ein besorgter Löw kurz nach dem Spiel.

Bis zu seiner wohlmöglich folgenschweren Auswechslung am Tag, als Franck Ribéry der WM-K.o. ereilte, war Reus ein Aktivposten. „Ich habe einfach diesen Spieltrieb in mir“, bekundete der Instinktfußballer wiederholt. Das zeigte er auch am Freitagabend. Ballsicher, dribbelstark, ideenreich: Nur beim Torabschluss war er nicht effektiv genug.

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