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06.08.2012

16:38 Uhr

„Versehentlich“ Haschkekse gegessen

Judoka Delpopolo des Dopings überführt

Der Amerikaner Nicholas Delpopolo ist des Dopings überführt worden. Im Blut des 23-Jährigen wurden Cannabisreste gefunden, der Judkoa erklärte, er habe „versehentlich“ mit Marihuana gebackene Nahrung verzehrt.

Dopingsünder Nicholas Delpopolo dpa

Dopingsünder Nicholas Delpopolo

LondonAls erster Athlet ist der amerikanische Judoka Nicholas Delpopolo nach einer Wettkampfkontrolle bei den Olympischen Spielen in London des Dopings überführt worden. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag mitteilte, wurden im Urin des 23-jährigen Olympia-Siebten in der 73-Kilogramm-Klasse Spuren des verbotenen Cannabis gefunden. Delpopolo wurde disqualifiziert und von den London-Spielen ausgeschlossen.

„Mein positiver Test kommt von einem Nahrungsmittel, das ich versehentlich vor den Olympischen Spielen gegessen habe und das mit Marihuana gebacken wurde“, erklärte Delpopolo. „Ich entschuldige mich bei meinen Teamkollegen, meinen Fans. Ich schäme mich für meinen Fehler.“

Es ist bereits der siebte Doping-Fall bei den London-Spielen. Zuvor waren der 400-Meter-Läufer Diego Palomeque Echevarria (Kolumbien), die Ruderin Kissya Cataldo (Brasilien), die Bahnradsportlerin Viktoria Baranowa (Russland), die Turnerin Luisa Galiulina (Usbekistan), der Gewichtheber Hysen Pulaku (Albanien) und die Sprinterin Tameka Williams (St. Kitts und Nevis) positiv getestet worden. Sie alle wurden bei Zielkontrollen erwischt.

Von

dpa

Kommentare (2)

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tom42

06.08.2012, 17:52 Uhr

Ist doch Blödsinn. Obs nun wirklich keien Absicht war, will ich gar nicht beurteilen, aber leistungssteigernd wirkt das garantiert nicht.
Da verzichtet(!) man darauf, hocheffizientes Gen-Doping überhaupt zu kontrollieren, und gleichzeitig verfolgt man Menschen, die sportlich überhaupt nicht betrügen wollten.

Handelsblatt-Leser

07.08.2012, 15:08 Uhr

Viele Substanzen auf der Doping-Liste sind nicht aufgrund leistungssteigernder Wirkung verboten, sondern wegen ihrer sedierenden oder maskierenden Wirkung: Athleten werden durch den Konsum "beruhigt" und somit risikofreudiger, oder sie vertuschen durch den Konsum ein anderes - effizienteres - Doping-Mittel, sodass dieses nicht nachgewiesen werden kann. Hin oder her: Sport sollte Fairness- und Vorbild-Funktion haben. Aber diese Zeiten sind wohl lange vorbei (sofern es sie überhaupt jemals gab.)

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