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01.07.2012

18:48 Uhr

Vorschau zum EM-Finale

Spanien kann Europawelteuropameister werden

Quelle:SID

Es ist das Duell der beiden letzten Weltmeister: Spanien gegen Italien. Im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft könnte die Furia Roja einen neuen Rekord aufstellen, die Azzuri wollen dem Favoriten ein Bein stellen.

Spannung vor dem EM-Finale in Kiew

Video: Spannung vor dem EM-Finale in Kiew

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KiewEs ist das Duell der beiden letzten Weltmeister, das Aufeinandertreffen zwei der besten Spieler des Turniers, die Neuauflage des ersten Gruppenspiels: Auch wenn es den deutschen Fußball-Fans in der Seele weh tun mag, das Endspiel zwischen Spanien und Italien ist ein würdiges Finale der Euro 2012.

Dabei können die Spanier zum ersten „Europawelteuropameister“ werden, zum ersten Team, das drei große Turniere in Folge gewinnt - und ganz nebenbei durch den dritten EM-Titel zu Rekord-Champion Deutschland aufschließen. „Wir wollen weiter Geschichte schreiben“, sagt Offensivspieler Cesc Fàbregas. Mitspieler Sergio Ramos ergänzt: „Selbst wenn wir verlieren würden, hätten wir Geschichte geschrieben. Aber ein Sieg wäre die Kirsche auf der Torte.“

Die bisherigen Europameister

Drei Titel

Dreimal Europameister ist bislang nur Deutschland geworden. Das DFB-Team gewann 1972, 1980 und zuletzt 1996 den Titel. Rekord sind auch die Finalteilnahmen, bei denen Deutschland auf stolze sechs kommt.

Zwei Titel

Zweimal den Pokal sicherten sich bisher zwei Nationen: Spanien (1964, 2008) und Frankreich (1984, 2000). Beide Nationen können 2012 folglich mit Deutschland gleichziehen. Kurios: Spanien wurde als Europameister Weltmeister (2010), Frankreich als Weltmeister Europameister (2000).

Ein Titel

Einmal Europameister wurden bisher die UdSSR (1960), Italien (1968), die CSSR (1976), die Niederlande (1988), Dänemark (1992) und Griechenland (2004). Bei der erstmaligen EM 1960 traten kaum große Teams an, die Triumphe von Dänemark und Griechenland waren krasse Außenseitererfolge.

Dass die Kirsche nicht so einfach zu haben ist, haben die Spanier bereits in der Vorrunde feststellen müssen. Die Italiener brachten den Europa- und Weltmeister beim 1:1 in der Vorrunde in arge Nöte, ehe sie Deutschland im Halbfinale die Grenzen aufzeigten.

Trainer Cesare Prandelli, der nach dem Halbfinale bereits zum dritten Mal während des Turniers ins Kloster pilgerte, hat die Squadra Azzurra in der hektischen Zeit des Manipulationsskandals beeindruckend geleitet. Er fühlt sich aber auch ausgebrannt und sorgte mit Andeutungen über einen möglichen Rücktritt am Freitag für helle Aufregung. „Rettet den Soldaten Prandelli“, schrieb Tuttosport. Italiens erster EM-Titel seit 44 Jahren wäre aber das ideale Abschiedsgeschenk.

Zusätzliche Motivation gab ein Brief von Staatspräsident Giorgio Napolitano. „Er hat fantastische Worte gefunden, ich kann es nicht erwarten, ihn den Spielern vorzulesen“, sagt Nationaltrainer Cesare Prandelli.
„Wir haben keine Angst vor den Spaniern. Deutschland war erst der Anfang“, ergänzt der Coach, betont aber auch: „Spanien ist die beste Mannschaft der Welt. Das haben sie in den letzten Jahren gezeigt. Sie ziehen ihre Philosophie durch. Und ich habe immer gesagt: Sie sind die Mannschaft, die es zu schlagen gilt.“

Nach Meinung von Kapitän Gianluigi Buffon hat Spanien „vielleicht etwas bessere Chancen im Endspiel“, weil die Squadra Azzurra „eher die Überraschungsmannschaft“ in diesem Turnier gewesen war: „Und ich hoffe, dass wir das auch am Sonntag sein können.“

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