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10.02.2014

18:05 Uhr

Winterspiele in Sotschi

Deutsche Rodlerinnen dominieren den Eiskanal

Nach den ersten beiden von insgesamt vier Läufen sieht es beim Rodeln der Damen nach einem deutschen Doppelsieg aus. Natalie Geisenberger führt mit mehr als sieben Zehntelsekunden vor Team-Kollegin Tatjana Hüfner.

Mit Bahnrekord im ersten Durchgang: Natalie Geisenberger bestätigt alle Gold-Ambitionen. Reuters

Mit Bahnrekord im ersten Durchgang: Natalie Geisenberger bestätigt alle Gold-Ambitionen.

Krasnaja PoljanaWeltmeisterin Natalie Geisenberger fährt auch bei den Winterspielen von Sotschi in ihrer eigenen Liga und hat das zweite deutsche Rodel-Gold dicht vor Augen. Einen Tag nach dem Olympia-Coup von Felix Loch zauberte die Miesbacherin am Montagabend zwei blitzsaubere Fahrten in den selektiven Eiskanal von Krasnaja Poljana und hat zur Halbzeit ihres Olympia-Rennens schon einen deutlichen Vorsprung.

„Ich werde morgen alles geben und auf keinen Fall auf Sicherheit gehen“, sagte Geisenberger im ZDF. „Es hat mich gestern brutal gefreut für den Felix. Das ist sehr motivierend für die anderen, wenn man weiß, der eine kann's - dann können's die anderen auch.“

Olympiasiegerin Tatjana Hüfner darf als Zweite vor der Amerikanerin Erin Hamlin auf ihre dritte Medaille bei Winterspielen hoffen. Anke Wischnewski liegt auf dem achten Rang. Am Dienstag kann Geisenberger nach Bronze 2010 nun erstmals bei Winterspielen ganz nach vorne fahren und das Gold-Abo deutscher Rodel-Frauen fortsetzen.

Nach getaner Arbeit konnte die 26-Jährige im Sanki Sliding Centre ihren weiß-blauen Bayern-Schlitten zufrieden zur Seite stellen und sich beim Blick auf die Anzeigetafel viel Optimismus für Tag zwei holen. Wie schon im Training hatte die blonde Miesbacherin zuvor die Konkurrenz fast nach Belieben beherrscht und sich vor den beiden letzten Läufen am Dienstag mit mehr als sieben Zehntelsekunden Vorsprung auf Hüfner schon ein Riesen-Polster gesichert. Eigentlich kann sie wohl nur noch ein dicker Patzer auf dem Weg zum ersten Gold stoppen.

Am Sonntagabend hatte Geisenberger noch den Sieg ihres bayerischen Teamkollegen Loch bejubelt, am Montag stellte sie unter den Augen ihrer Eltern die Weichen für den ganz großen Coup. Wie schon im Training fand die Seriensiegerin des Olympia-Winters schnell zur Ideallinie auf der neuen Olympia-Kunsteisbahn und schockte die Konkurrenz in Lauf eins mit einem fulminanten Bahnrekord.

Als Loch auf der Medal Plaza in Sotschi gerade Gold erhielt, legte die Miesbacherin in Durchgang zwei nach und baute ihren Vorsprung aus. Dann stand erst einmal die für Rodler ungewohnte Nacht zwischen den Läufen an. „Die Nacht wird ein Problem werden“, hatte Geisenberger im Vorfeld befürchtet. „Bei Olympia wird auch sehr viel im Kopf entschieden.“

Auf Medaillenkurs ist auch Hüfner. Einen Trainingslauf nach dem anderen hatte die 30-Jährige verpatzt, im Rennen war sie jedoch zur Stelle. Sogar die von ihr gefürchtete Schlüsselstelle in Kurve fünf meisterte die viermalige Weltmeisterin und darf nun voller Zuversicht auf die Entscheidung am Dienstag blicken. Spitzenreiterin Geisenberger kann sich aber nur noch selber schlagen.

Von

dpa

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