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10.06.2014

18:03 Uhr

WM-Gruppe F im Teamcheck

Das Aufwärmprogramm für den Top-Favoriten

VonMarcel Reich

Ein Team, dass selbst ohne Lionel Messi auskommen würde: Argentinien ist Top-Favorit bei der WM. Ärgster Konkurrent in Gruppe F: Bosnien, das hohe Erwartungen erfüllen muss. Nigeria und Iran müssen darunter leiden.

Schlüsselspieler für Argentinien: Lionel Messi. AFP

Schlüsselspieler für Argentinien: Lionel Messi.

Argentinien: Der einzige Top-Favorit

15 Teilnahmen, vier Mal im Finale, zwei Titel: Argentinien zählt zu den Allstars bei Fußball-Weltmeisterschaften. Der Glanz vergangener Tage bröckelt allerdings bereits seit Jahren, das letzte Mal kam die „Albiceleste“ 1990 über das Viertelfinale hinaus. Damals setzte sich bekanntermaßen die DFB-Elf im Finale von Rom durch. Auch 2006 und 2010 war die deutsche Auswahl die Endstation, jeweils im Viertelfinale. Viel zu wenig für die Ansprüche der stolzen Argentinier.

Nach den (für argentinische Verhältnisse) Krisenjahren erhebt die Albiceleste nun allerdings wieder Anspruch auf den Titel – und das sehr zurecht. Über-Star Lionel Messi ist längst nicht mehr die einzige Säule des Teams. Der Sturm ist mit Gonzalo Higuaín und Sergio Agüero unschlagbar gut besetzt, in Ángel Di Maria hat das Team noch einen Spieler in Petto, der gefühlt noch immer von Trainingseinheit zu Trainingseinheit besser wird. Mit seinem Sprint in der Verlängerung ebnete er Real Madrid im Champions League Finale den Weg zu „la Décima“. Javier Mascherano und Fernando Gago sind weitere Spitzenkräfte im Mittelfeld.

Gruppe F: Argentinien

Argentinien: Das Land

Fläche: 2,78 Millionen Quadratkilometer, Einwohner: 43 Millionen, Hauptstadt: Buenos Aires, Staatsoberhaupt: Staatspräsidentin und Regierungschefin Cristina Fernández de Kirchner

Argentinien: Der Verband

Fußballclubs: 3377, Fußballspieler insgesamt: 2.658.811, davon registriert: 331.811

Argentinien: Die WM-Bilanz

WM-Teilnahmen: 15 (1930, 1934, 1958, 1962, 1966, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010), Größte Erfolge: Weltmeister 1978, 1986; WM-Finalist 1930, 1990; 14-maliger Südamerika-Meister

Argentinien: Der Kader

Tor: Sergio Romero - AS Monaco, Agustín Orión - Boca Juniors Buenos Aires, Mariano Andujar - Catania Calcio

Abwehr: Ezequiel Garay - Benfica Lissabon, Hugo Campagnaro - Inter Mailand, Pablo Zabaleta - Manchester City, Martín Demichelis - Manchester City, Marcos Rojo - Sporting Lissabon, Federico Fernández - SSC Neapel, José Basanta - CF Monterrey

Mittelfeld: Fernando Gago - Boca Juniors Buenos Aires, Lucas Biglia - Lazio Rom, Ángel Di María - Real Madrid, Enzo Pérez - Benfica Lissabon, Maxi Rodríguez - Newell's Old Boys Rosario, Augusto Fernández - Celta Vigo, Javier Mascherano - FC Barcelona, Ricardo Álvarez - Inter Mailand

Angriff: Gonzalo Higuaín - SSC Neapel, Lionel Messi - FC Barcelona, Rodrigo Palacio - Inter Mailand, Sergio Agüero - Manchester City, Ezequiel Lavezzi - Paris St. Germain

Trainer: Alejandro Sabella

Argentinien: Die Bilanz gegen Deutschland

9 Siege - 5 Unentschieden - 6 Niederlagen

Zwar ist vor allem die Offensive besonders gut besetzt, die Defensive um den Ex-Bayern Martín Demichelis ist aber auch nicht zu verachten. Der mittlerweile 33-Jährige hat sich beim aktuellen englischen Meister Manchester City durchgesetzt. Dazu kommt noch Ezequiel Garay, der wohl bald für Bayern München hinten dicht macht. Derzeit kickt dieser noch bei Benfica Lissabon.

Die Qualifikation beendete Argentinien als Tabellenführer. Mit 35 Toren bildete das Team von Trainer Alejandro Sabella die beste Offensive, und mit nur 15 Gegentoren auch die zweitbeste Abwehr.

Fazit: Kaum ein Spieler der „Albiceleste“ kickt nicht bei einem absoluten Top-Verein, das Team hat mit die beste Mischung aus Angriff und Verteidigung aller WM-Teilnehmer. Argentinien ist so gut besetzt, dass es sogar auf Spieler wie Carlos Tévez (Juventus Turin) und Javier Pastore (Paris Saint-Germain) verzichten kann. Beide sind bei der WM nicht dabei.

Prognose: Durch die Vorrunde wird Argentinien mühelos durch spazieren. Auch danach wird es für die Gegner nicht leicht. Kaum ein Team bei der WM hat eine so hohe Durchschnittsqualität wie die „Albiceleste“. Wenn es einen klaren Favoriten auf den WM-Titel gibt, dann ist es Argentinien.

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