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21.06.2014

13:54 Uhr

WM-Kolumne Doppelpass

Favoritensterben bei der WM – nicht mit uns!

VonClaudia Roth

ExklusivSpanien ist raus, England ist raus und die Italiener müssen zittern. Doch WM-Kolumnistin Claudia Roth ist sich sicher: Die deutsche Nationalmannschaft bereitet dem europäischen Favoritensterben gegen Ghana ein Ende.

Claudia Roth und Theo Zwanziger im „Doppelpass“: Die besondere WM-Kolumne – exklusiv bei Handelsblatt Online. Heute ist die Grüne-Politikerin am Ball. Burkhardt Mohr

Claudia Roth und Theo Zwanziger im „Doppelpass“: Die besondere WM-Kolumne – exklusiv bei Handelsblatt Online. Heute ist die Grüne-Politikerin am Ball.

Spanien ist raus! England? Auch raus! Italien? Für Pirlo und Co. wird es eng. Doch ich bin mir sicher: Die deutsche Mannschaft wird es heute Abend den Franzosen gleichtun und bereits im Spiel gegen Ghana den Einzug ins Achtelfinale klar machen. Frankreich und Deutschland wären dann starke Favoriten für dieses Turnier, und das Favoritensterben aus Europa hätte ein Ende

Aber Obacht: Die Nationalelf darf die „Black Stars“ aus Ghana nicht unterschätzen. Erst kürzlich war ich zu politischen Gesprächen im Kongo und in Ruanda. Diese habe ich natürlich auch zur Gegnerbeobachtung im Hinblick auf die WM genutzt. Soviel Aufmerksamkeit für die wichtigste Nebensache der Welt muss schon sein, auch bei einer politischen Reise! Und meine Gesprächspartner waren alle der Meinung: Ghana ist die stärkste afrikanische Mannschaft im Turnier!

Aber das weiß auch Jogi Löw und er wird seine Mannschaft ebenso überlegt auf dieses Spiel vorbereiten wie schon gegen Portugal. Da hat die deutsche Mannschaft mit kluger Spielfreude und klarer Überlegenheit gleich zu Beginn ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Jogi Löw hat eine taktische Meisterleistung vollbracht, sein Spiel ohne echten Stürmer und mit vier Innenverteidigern in der Abwehr ging voll auf. So wird es hoffentlich auch im zweiten Spiel heute Abend sein.

Eine wirkliche Überraschung des Turniers sind die starken Mannschaften aus Lateinamerika: Uruguay, Chile und vor allem Costa Rica. Wer hätte gedacht, dass sich die sympathische Mannschaft aus dem kleinen mittelamerikanischen Land bereits nach zwei Spielen in der sogenannten „Todesgruppe“ mit den Weltmeistern Italien, England und Uruguay als Gruppenerster durchsetzt? Ein toller Erfolg!

Nach zwei Spielen völlig unklar sind dagegen die Chancen der brasilianischen Mannschaft: Ihr Auftritt bislang lässt an ihrer Favoritenrolle stark zweifeln. Und dabei weiß niemand, wie sich die angespannte Situation auf Brasiliens Straßen entwickeln wird, sollte die Seleção frühzeitig aus dem Turnier ausscheiden.

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