Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.06.2014

12:36 Uhr

WM-Reporter vor Ort

Die DFB-Karawane zieht weiter

VonStefan Kaufmann

Die deutsche Nationalmannschaft ist nach Fortaleza geflogen. Doch der Weg zum Flughafen in Porto Seguro ist mühsam – und ein Spektakel für die Einheimischen. Ein Ortstermin in Santa Cruz Cabrália.

Die Karawane zieht weiter – und das DFB-Team verlässt die Fähre in Santa Cruz. dpa

Die Karawane zieht weiter – und das DFB-Team verlässt die Fähre in Santa Cruz.

Campo BahiaZwei Jetskifahrer kündigen die Invasion an. Sie spritzen Fontänen in den Nachthimmel, rotes Blinklicht flackert auf. Dann biegt hinter ihnen der breite Kahn in ruhigem Fahrwasser um die Ecke. An Bord: 23 deutsche Nationalspieler, ihre Trainer, Betreuer und Begleitfahrzeuge.

Es ist 19.10 Uhr Ortszeit als die Fähre die Anlegestelle in Santa Cruz Cabrália erreicht. Ein Flutlicht erhellt den Kai, wo der Bus der deutschen Nationalmannschaft wartet. Ein Spruch klebt an der Fahrzeugseite: „Ein Land, eine Mannschaft, ein Traum“. Der Weg zu diesem Traum – der Gewinn des Weltpokals – führt das Team vor jedem Spiel über den Rio João de Tiba.

Ein Delta trennt das Campo Bahia und den Flughafen von Porto Seguro. Ein Nadelöhr, das den Sicherheitskräften Arbeit macht. Bereits am Vormittag beratschlagt sich die DFB-Security mit den lokalen Polizeieinheiten. Positionen von Fahrzeugen werden auf Plänen notiert, die Fähre – die erst Stunden später tatsächlich zum Einsatz kommt – noch einmal inspiziert. Zwei Männer fegen das Deck.

Die Fifa schreibt unter anderem eine Polizeieskorte vor, wenn die Mannschaften im Bus unterwegs ist. So ist es ein täglich wiederkehrendes Schauspiel für die Einheimischen, wenn die Schweizer, die ebenfalls bei Porto Seguro wohnen – allerdings südlich des Delta – mit Blaulicht zum Trainingsgelände fahren. Über dem Bus kreist ein Hubschrauber. Doch die Eskorte der Deutschen, die ist noch größer, behaupten die Brasilianer.

„Bei der Sicherheit darf es nur 100 Prozent geben“, sagt der Mann, der die Pläne mit der Polizei schmiedet. Beim Übersetzen vor dem ersten Spiel sei es schon gut gelaufen, aber eben nicht optimal. Woran es denn gehapert hat, will er aber nicht sagen. Ein Makel: Der Mannschaftsbus kann nicht mit der Fähre transportiert werden. Es gab den Versuch, doch dann setzte das Gefährt auf, als es vom Kahn rollen sollte. Jetzt kommen die Spieler in Kleinbussen – und steigen erst nach der Bootstour um.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

20.06.2014, 21:01 Uhr

Morgen können die beiden Boas zusammen die Nationalhymne von Ghana singen. Die anderen Legionäre werden wohl nie in den Genuss kommen, dass ihr Land an einer WM teilnimmt.

Die Deutsche Nationalhymne singen würde einen Shitstorm auslösen in den Heimatländern.

Eigentlich schafe ..keine Integrations .

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×