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10.07.2011

14:52 Uhr

WM-Viertelfinale

Schweden feiert - und vergrößert DFB-Trauer

Die erneute Überraschung ist ausgeblieben. Den spielstarken Schwedinnen hatte Australien nur wenig entgegenzusetzen. Freundliche Unterstützung gab es zudem von der australischen Abwehr, die mehr als einmal grob patzte.

AugbsurgDie schwedischen Fußballfrauen haben das Desaster der deutschen Nationalmannschaft endgültig perfekt gemacht. Nach dem 3:1 (2:1)-Sieg über Australien findet nicht nur das WM-Halbfinale in Frankfurt ohne die DFB-Elf statt. Auch bei den Olympischen Spielen im kommenden Sommer wird der zweimalige Weltmeister das bittere Viertelfinalaus gegen Japan (0:1) nicht wiedergutmachen können. Gastgeber England, Frankreich und Schweden heißen die europäischen Teilnehmer in London.

Der skandinavische Jubeltanz nach dem Schlusspfiff galt allerdings nicht der gelungenen Olympia-Qualifikation, sondern dem Erreichen des WM-Halbfinals. Dort trifft der Vizeweltmeister von 2003 am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) in Frankfurt/Main auf Deutschland-Bezwinger Japan und rechnet sich nach der starken Leistung gegen Außenseiter Australien große Chancen auf sein zweites WM-Endspiel aus. Gegen die "Matildas" trafen Therese Sjögran (11.) und Lisa Dahlkvist (16.) früh. Nach dem Anschlusstor durch Ellyse Perry (40.) bedeutete Lotta Schelins (52.) Treffer nach der Pause die Vorentscheidung.

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Völlig unerwartet ist die Heim-WM für die DFB-Frauen bereits nach dem Viertelfinale beendet. Das Turnier verliert damit seine größte Attraktion. VON ALEXANDER MÖTHE UND PATRICK KLEINMANN

24.605 Zuschauer in der ausverkauften Augsburger WM-Arena zeigten sich wenig geschockt vom deutschen WM-Aus und feierten beide Mannschaften mit einer La Ola. Besonders Schelin vom französischen Champions-League-Sieger Olympique Lyon bekam ein ums andere Mal Szenenapplaus. Die Star-Stürmerin war es auch, die den schwedischen Führungstreffer leichtfüßig einleitete und Sjögran maßgeschneidert auflegte.

Schwungvoll ging es weiter Richtung australisches Tor. Die Damen aus "down under" machten es den spielfreudigen Schwedinnen zu einfach. Nach Sjögrans Flanke musste Dahlkvist aus sechs Metern völlig freistehend nur noch einnicken. Josefine Öqvist (21.) per Kopf und Schelin (26.) nach einem Sololauf hatten Möglichkeiten zum dritten Tor.

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