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09.07.2011

16:18 Uhr

WM-Viertelfinale

Wie die Deutschen die Japanerinnen knacken wollen

Mit neu gewonnener Lockerheit und großem Selbstbewusstsein wollen die deutschen Fußball-Frauen gegen Japan bei der Heim-WM ihr Minimalziel Halbfinale erreichen. Wie Mannschaft und Trainerin den Sieg einfahren wollen.

Bundestrainerin Silvia Neid zeigte sich auf der Pressekonferenz überzeugt, dass ihr Team in die Runde der letzten Vier einziehen wird. Quelle: dpa

Bundestrainerin Silvia Neid zeigte sich auf der Pressekonferenz überzeugt, dass ihr Team in die Runde der letzten Vier einziehen wird.

WolfsburgBefreit vom öffentlichen Druck auf Birgit Prinz wollen die deutschen Fußball-Frauen ihre neu gewonnene Leichtigkeit auch im WM-Viertelfinale gegen Japan demonstrieren. Auf dem Weg zum Minimalziel Vorschlussrunde lässt sich die DFB-Elf dabei auch nicht von den Psychospielchen der angriffslustigen Asiatinnen aus der Ruhe bringen. „Das soll sie mal versuchen“, konterte Simone Laudehr lässig das vollmundige Versprechen von Potsdams Stürmerin Yuki Nagasato, am Samstag (20.45 Uhr/ZDF und Eurosport) in Wolfsburg zwei Tore zu schießen. „Das ist immer ganz schlecht, wenn man so etwas sagt. Wir haben nicht so eine Einstellung.“ Die zuletzt mental angeschlagene Prinz heimste für ihre selbstlose Ankündigung, keinen Stammplatz zu beanspruchen, bereits vor der Partie reichlich Lob ein. „Ich habe Gänsehaut bekommen“, sagte Linda Bresonik über die Aussagen der Rekordnationalspielerin vor der Presse und berichtete von positiven Reaktionen aus dem Team: „Die meisten haben das gesehen und fanden es beeindruckend.“ Auch Silvia Neid war froh, dass die 33-Jährige erstmals seit Tagen ihr öffentliches Schweigen gebrochen hatte. „Ich finde, das hat sie sehr gut gemacht. Man konnte gut verstehen, wie es in ihr aussieht“, meinte die Bundestrainerin, die Prinz zumindest eine kleine Hintertür für einen Einsatz offen ließ: „Wer mich kennt, weiß, dass ich immer Lust auf Überraschungen habe, vielleicht auch auf diese“.

Deutschland trifft auf Japan

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Die Pressekonferenz habe sie „ein bisschen ergriffen“ am Fernsehen verfolgt, berichtete Neid am Freitagabend. Prinz sei inzwischen „sehr relaxed“. „Ich habe das Gefühl, sie fühlt sich jetzt wieder sehr wohl in ihrer Haut“, sagte die Bundestrainerin, die eine spannende Partie erwartet. „Es spielt der Zweite gegen den Vierten der Weltrangliste - da wird die Tagesform entscheiden.“ Das deutsche Team strebt nun auch auf dem Platz einen ähnlich bemerkenswerten Auftritt wie Prinz zwei Tage zuvor an. „Jetzt geht es um alles“, sagte Celia Okoyino da Mbabi vor ihrem ersten K.o.-Spiel bei einer WM. Sturmpartnerin des 23 Jahre alten Shootingstars wird wohl erneut Inka Grings sein, die mit zwei Treffern maßgeblich für die spielerische Steigerung im Gruppen-Showdown gegen Frankreich (4:2) verantwortlich war. „Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken, die in der Offensive liegen. Mit dem Selbstvertrauen, das wir getankt haben, freuen wir uns auf Samstag“, sagte die erfahrene 32-Jährige.

Auch die beinahe makellose Bilanz gegen die quirligen Japanerinnen sollte den Glauben in die eigene Stärke festigen. In acht Partien erreichte der Weltranglistenvierte nur im bislang letzten Aufeinandertreffen 2009 ein Unentschieden (0:0).

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