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23.06.2011

14:57 Uhr

Zu Besuch bei den WM-Schiedsrichterinnen

Die Frauen mit Pfiff

VonPatrick Kleinmann

Bei den Fußball-Weltmeisterschaften der Männer gab es immer wieder Verwunderung über das schlechte Niveau der Schiedsrichter. Das soll bei der Frauen-WM besser werden. Ein Besuch bei der Schulung der pfeifenden Damen.

Vorfreude pur - aber auch hohe Anforderungen: Die Schiedsrichterinnen bei der Frauen-WM.

Vorfreude pur - aber auch hohe Anforderungen: Die Schiedsrichterinnen bei der Frauen-WM.

FrankfurtGekonnt ist gekonnt: Eine einzige energische Handbewegung reicht Sonia Denoncourt, um die plötzliche einsetzende Musik aus den Lautsprechern des Frankfurter Trainingsgeländes am Riederwald zu stoppen. Eindeutige Gestik ist ihre Sache – das hat die Kanadierin unter anderem bei ihren drei WM-Teilnahmen als aktive Unparteiische bewiesen. Heute arbeitet Denoncourt als Managerin Schiedsrichterwesen bei der Fifa  - und ist damit so etwas wie die Chefin der 73-köpfigen Delegation, die sich im Moment mindestens ebenso ernst auf die WM vorbereitet wie die Spielerinnen.

Insgesamt 32 Länder sind auf dem Trainingsgelände versammelt, dazu kommen Fitnesstrainer, Organisatoren und sogar eine Psychologin. „Wir versuchen, ein möglichst freundliches Umfeld zu schaffen“, erklärt Denoncourt das Großaufgebot.

Seit dem 16. Juni sind die WM-Schiedsrichterinnen und ihre Assistentinnen in Frankfurt, erstmals wurde auch die letzte medizinische Untersuchung vor Ort durchgeführt; fünf Ärzte, darunter auch Kardiologe checkten die Unparteiischen durch, den anschließenden Fitnesstest überstanden alle ohne Probleme.

Dass ausgerechnet sie bei der WM pfeifen dürfen, benötigte einige Vorlaufzeit, genauer gesagt vier Jahre. Nach der WM in China 2007 wurden alle 550 weiblichen Schiedsrichtergespanne regelmäßig getestet, jedes Jahr wurde der Kader dünner. 2010 waren 100 Vertreter übrig, im März noch 62.

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Um in die enge Auswahl zu kommen, mussten die Frauen in schwarz neben regelmäßigen Fitness- und Medizintests auch ihre englischen Sprachkenntnisse unter Beweis stellen und sich auf  Videocoaching einlassen. „Zusammen mit den Noten aus den Spieleinsätzen haben wir dadurch eine Menge Daten gesammelt.“ Vier Unparteiische und zehn Assistenten waren schon in China 2007 dabei.

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