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20.06.2014

17:40 Uhr

„Zu schlecht“

Fifa schickt Linienrichter nach Hause

Der Fußball-Weltverband hat den kolumbianischen Linienrichter Humberto Clavijo aus dem Verkehr gezogen. Der Schiedsrichterassistent hatte beim WM-Spiel gegen Kamerun zwei reguläre mexikanische Treffer aberkannt.

Assistent außer Dienst: Der Kolumbianer Clavijo. Reuters

Assistent außer Dienst: Der Kolumbianer Clavijo.

Rio de JaneiroDie Entscheidung, Clavijo auszutauschen, „oblag allein der Schiedsrichter-Abteilung unter Massimo Busacca“, sagte Fifa-Sprecherin Delia Fischer. Der Schiedsrichterassistent aus Kolumbien hatte in der Begegnung der Gruppe A im Spiel gegen Kamerun bei zwei regulären Treffern des Mexikaner Giovani dos Santos in der ersten Halbzeit fälschlicherweise eine Abseitsposition signalisiert. Den Siegtreffer erzielten die Mexikaner in der zweiten Halbzeit.

Gegen Clavijo werde nicht wegen einer möglichen Spiel-Manipulation ermittelt, „zumindest nicht von mir“, sagte Ralf Mutschke, der zuständige Fifa-Direktor. Anscheinend ist die Leistung des Assistenten einfach zu schlecht gewesen. „Für mich gilt immer die Unschuldsvermutung, solange nicht das Gegenteil bewiesen wurde“, ergänzte er. Um Manipulationen auszuschließen, wurden laut Mutschke die Karrieren sowohl der WM-Spieler als auch der in Brasilien eingesetzten Schiedsrichter im Vorfeld studiert und in einer Datenbank erfasst.

Roldan, mit 34 Jahren der jüngste Schiedsrichter bei der WM am Zuckerhut, behält für das Spiel zwischen Südkorea und Algerien seinen Landsmann Eduardo Diaz an seiner Seite. Neuer zweiter Assistent ist Christian Lescano aus Ecuador, der bisher seinem Landsmann Carlos Vera assistiert hatte.

Mutschke betonte unterdessen, die Fifa kämpfe in Brasilien härter denn je gegen mögliche Manipulationen. Besonders die anstehenden Gruppenspiele der dritten Runde sind besonders gefährdet. „Wenn man alle Kriterien betrachtet, ist dies sicherlich ein Risikospiel“, sagte Fifa-Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke am Freitag in Rio de Janeiro. Das letzte Gruppenspiel sei wegen der besonderen Konstellation „gefährdeter als das Eröffnungsspiel oder das Finale“, betonte Mutschke. Der Fußball-Weltverband versucht, durch ein Frühwarnsystem Wettbetrug zu bekämpfen. Bislang sei während der WM noch kein Hinweis auf Manipulationsversuche verzeichnet worden.

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