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26.01.2001

23:01 Uhr

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Sportliche Wende

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Der Nasdaq Index zeigte sich vor dem Super-Bowl-Wochenende von seiner besten Seite. Und so manch Technologie-Aktionär kann das wichtigste Footballereignis des Jahres nun entspannter verfolgen. Nachdem enttäuschende Quartalszahlen und Wachstumsbedenken dem Index einen schlechten Tagesstart bescherten, setzte das Börsenbarometer am Nachmittag zum Wochenschlussspurt an und schloss im Plus. Kampflos wirkte dagegen der Dow Jones Index, der seine morgendlichen Gewinne angab. .

Unterstützung bekam das Segment der US-High-Tech-Aktien am Freitag von Glasfaseraktien. Nachdem Corning den Sektor am Donnerstag mit schlechten Nachrichten unter Druck gesetzt hat, gibt JDS Uniphase zum Wochenschluss Rückendeckung. Denn so schlecht wie die Anleger dachten, fielen die Aussichten dann doch nicht aus. Das Management halte letztlich an den Prognosen für 2001 fest, fügt jedoch skeptische Kommentare hinzu, was die Transparenz der Aussichten betrifft, sagte Goldman Sachs. JDS rechnet in diesem Quartal mit einem Umsatzplus von sieben bis zehn Prozent im Vergleich zum abgelaufenen Quartal. Bei Goldman rechnete man mit einem Anstieg um zehn Prozent.



Auch wenn die Prognose am unteren Ende der Erwartungen liegt, sollte sie von Investoren als positiv betrachtet werden. Zahlreiche Konkurrenten und Kunden von JDS verzeichnen Umsatzeinbrüche. Doch auch diese konnten am Freitag schließlich Kursgewinne verbuchen. SDLI konnte Kursgewinne von über neun Prozent verbuchen. Ebenfalls aufwärts ging für Ciena.



Qualcomm

gab dem Index ebenfalls Auftrieb. Der Erfinder der CDMA Technologie konnte die Gewinnerwartungen der Analysten um einen Cent schlagen. Analysten zeigten sich zuversichtlich für das laufende und Quartal und die dann noch folgenden neun Monate. Die Credit Suisse, die bisher bei Qualcomm zur Vorsicht mahnt, sehen die ersten Zeichen einer Geschäftserholung. In Korea und Nordamerika sollte das Wachstum zum Jahresende wieder zulegen. Man empfiehlt den Wert zwar weiterhin auf "halten", hebt aber die Gewinnschätzungen für 2001 um vier Cents auf 1,22 Dollar pro Aktie an. Das Papier gewinnt fast zehn Prozent an Wert.



Ebenfalls auf dem Siegertreppchen standen zum Wochenschluss auch Microsoft und Intel. PMC-Sierra konnte seine Schlussposition am Freitag nicht verlassen. Als größter Nasdaq-Verlierer verabschiedete sich das Unternehmen in den Feierabend. Nach enttäuschenden Zukunftsprognosen wurde der Wert bei zahlreichen Analysten abgestuft. Der Hersteller von Telefonchips hat am Donnerstagabend einen Gewinn von 62,5 Millionen Dollar, oder 34 Cents pro Aktie gemeldet. Die Nachfrage hat in allen Bereichen erheblich nachgelassen. Zudem versuchen Kunden, ihre Lagerbestände abzubauen. PMC verliert 23 Prozent an Wert.

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