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29.01.2003

16:49 Uhr

Sportwagenhersteller will keine Quartalsberichte vorlegen

Porsche darf nicht in die Börsen-Bundesliga

Dem Sportwagenhersteller Porsche bleibt die Aufnahme in das obere Segment der Deutschen Börse verwehrt. Das Stuttgarter Unternehmen will sich dagegen zur Wehr setzen.

Reuters STUTTGART. Die Börse habe den Antrag von Porsche auf Aufnahme in den "Prime Standard" abgelehnt, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Stuttgart. Grund dafür sei die Weigerung des Unternehmens, alle drei Monate über den Geschäftsverlauf zu berichten. "Wir werden dagegen sofort Widerspruch einlegen", kündigte der Sprecher an. Im Falle einer erneuten Ablehnung werde Porsche prüfen, ob man zu juristischen Maßnahmen greifen werde. Quartalsberichte sind Voraussetzung für eine Aufnahme in den Prime Standard. Nach der Entscheidung der Börse wird Porsche in den General Standard eingruppiert, für den sich bisher fast ausschließlich kleinere Nebenwerte entschieden haben.

"Wir lassen uns alle Optionen offen", sagte der Sprecher. Auch ein Listing an der Londoner Börse LSE sei denkbar. Vorstandschef Wendelin Wiedeking hatte vor einem Jahr eine Notierung an der New Yorker Börse ins Gespräch gebracht, das Vorhaben jedoch auf Grund des hohen damit verbundenen Aufwands wieder abgesagt. Wiedeking hält die Aussagekraft von Quartalsberichten für stark eingeschränkt. Sie nütze nur der Börse, argumentiert er. Porsche war im Herbst 2001 deshalb aus dem MDax ausgeschlossen worden.

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