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10.02.2001

01:17 Uhr

Der Dow Jones Index hat es wieder nicht geschafft. Der Sprung über die 11.000er-Punkte-Hürde will und will einfach nicht gelingen. Zu oft prallt er daran ab. Im Wochenvergleich verlor das Kursbarometer für Standardwerte knapp ein Prozent. Ärger erwischt hat es die Technologietitel. Der Nasdaq Composite-Index hat mit dem Kursverlust von Freitag all seine Gewinne des Neuen Jahres wieder abgegeben. Im Wochenverlauf ging es um sieben Prozent in den Keller.



Grund dafür war sicherlich das schlechte Geschäftsergebnis von Cisco Systems. Das Schwergewicht hat mit seinen Quartalszahlen die Börse enttäuscht und dümpelt nun - zur Strafe - auf einem neuen Tiefstand. Dieser Kursverfall zog die gesamte Nasdaq nach unten. Immerhin leiden auch die Zulieferer, dazu gehören viele Chipproduzenten, unter der Absatzschwäche von Cisco. Der Vorstandschef zeigt sich naturgemäß optimistisch. Die Analysten sind skeptisch. Auch Michael Sauerborn vom New Yorker Investmenthaus Merrill Lynch geht davon aus, dass der Aufschwung noch ein Weilchen auf sich warten lässt.



Das Rezessionsthema ist im Moment nicht in aller Munde, aber dass es für die US-Konjunktur wieder aufwärts geht, ist noch nicht zu beobachten. Der Computerhersteller Dell beispielsweise gesellt sich in die Reihe der Unternehmen, die massenhaft Personal entlassen, um Kosten einzusparen. Das waren jedenfalls die Spekulationen am Freitag.



Dell

wird in der nächsten Woche seine Quartalszahlen vorlegen, dann wird es vermutlich auch Klarheit über die Anzahl der Stellenstreichungen geben. Am Freitag war die Rede davon, dass jeder zehnte Beschäftigte seine Entlassungspapiere in die Hand bekommen wird. Dell verlor im Wochenvergleich ebenso wie Microsoft an Wert. Der Softwarehersteller wird PC-Käufern als Anreiz ein Jahr lang kostenlosen Internet-Zugang bieten. Microsofts neues Betriebssystem wird zukünftig in Windows XP umbenannt. Auch das Softwarepaket Office bekommt diese Buchstabenkombination mit auf den Weg.



Außer den Ölproduzenten kann sich über den hohen Ölpreis im Prinzip niemand freuen. Exxon Mobil und dessen Mitbewerber verdienen in diesen Zeiten viel Geld. Die Aktienkurse dieser Unternehmen sind in den letzten Monaten gut gelaufen. Trotzdem, sagt Michael Sauerborn von Merrill Lynch, auch wenn diese Papiere Kursgewinne verbuchen konnten, ist weiterhin mit Kurszuwächsen zu rechnen. Gerade im Vergleich zu den anderen Branchen haben die Öl-Werte noch Aufholpotenzial, weil sie relativ billig sind.



Disney hat in der vergangenen Woche gute Quartalszahlen vorgelegt. Das Fernsehgeschäft lief jedoch schon mal besser! Die hohen Einschaltquoten der Quizshow "Who wants to be a millionair" bröckeln. Und damit auch die Werbeeinnahmen der Fernsehtochter ABC.



Intel

wird in den nächsten drei Jahren rund zwei Milliarden Dollar an Halbleitern an Siemens liefern. Die Übernahme der bankrotten TWA durch American Airlines ist nun in Frage gestellt, nachdem eine Investorengruppe die Kaufpreis verdoppelt hat. Mit dem neuen Angebot ist der Ausgang des Kaufs wieder offen.

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