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15.01.2001

19:00 Uhr

Staatsanwaltschaft dementiert Geldwäscheverdacht gegen Landesbank

Innenministerium von NRW entlastet die WestLB

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat die Berichte über einen Geldwäscheverdacht gegen die Westdeutsche Landesbank (WestLB) als „falsch und völlig neben der Sache liegend bezeichnet“.

cd DÜSSELDORF. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat die Berichte über einen Geldwäscheverdacht gegen die Westdeutsche Landesbank (WestLB) als "falsch und völlig neben der Sache liegend bezeichnet". Es gebe weder ein Ermittlungsverfahren gegen die Bank noch gegen einzelne Verantwortliche des Instituts, teilte das Ministerium mit, dass seit März vergangenen Jahres die Staatsaufsicht über die WestLB ausübt. Vielmehr habe das Institut "völlig korrekt und rechtmäßig gehandelt".

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die Landesbank selbst vor zwei Jahren durch eine entsprechende Verdachtsanzeige den Anstoß für Ermittlungen nach dem Geldwäschegesetz gegeben habe. Die Ermittlungen hätten bisher keine Hinweise darauf ergeben, dass die bei der Westdeutschen Landesbank und anderen deutschen Kreditinstituten angelegten Gelder aus strafbaren Handlungen herrühren könnten. Vielmehr würden sich die Ermittlungen gegen eine in der Russischen Republik ansässige Unternehmensgruppe richten, erklärte Staatsanwalt Peter Schwarzwald auf Anfrage.

Fragliche Konten wurden gekündigt

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Wochende berichtet hatte, habe ein internationales Konsortium, das im ostdeutschen Rohstoffgeschäft groß wurde, über Konten von vier deutschen Banken mehr als 7 Mrd. DM gewaschen. Von dieser Summe seien 3,7 Mrd. DM auf die WestLB entfallen. In europäischen Nachbarstaaten habe die Firmengruppe weitere 8 Mrd. DM angelegt.

Die WestLB erklärte, dass gegen sie in keiner Weise Vorwürfe im Zusammenhang mit "etwaigen unzulässigen Geldtransaktionen" erhoben würden. Fragen zum Sachverhalt ließ sie mit Hinweis auf das Bankgeheimnis allerdings unbeantwortet. Die fraglichen Konten habe sie zum 31. Dezember 2000 gekündigt.

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