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09.01.2003

13:58 Uhr

Staatsanwaltschaft prüft Vorgehen

Babcock-Ermittlungen vor Ausweitung

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen der Insolvenz des Oberhausener Maschinenbau- Konzerns Babcock Borsig werden wahrscheinlich ausgeweitet. "Wir prüfen, ob sich die Ermittlungen auf weitere Personen neben dem ehemaligen Vorstandschef Klaus Lederer zu erstrecken haben", sagte Staatsanwalt Bernhard Englisch am Donnerstag.

HB/dpa DÜSSELDORF/OBERHAUSEN. Zu Zeitungsberichten, dass auch gegen Aufsichtsratschef Friedel Neuber ein Verfahren eröffnet werden solle, wollte Englisch keine Stellung nehmen.

Gegen Lederer ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits seit Mitte Juli wegen Untreue und Insolvenzverschleppung. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hatte in einer Anzeige Lederer und dem Vorstand vorgeworfen, beim Verkauf der Mehrheit an der Kieler Werft HDW die Zahlungsunfähigkeit des Konzern bewusst in Kauf genommen zu haben. Zudem habe Lederer dies der Hauptversammlung im März 2002 bewusst verschwiegen. Die Insolvenz wurde erst Anfang Juli nach dem Ausscheiden Lederers angemeldet.

Im November hatten der Insolvenzverwalter Helmut Schmitz und der neue Vorstandschef Hans Piepenbrock auf einer Gläubigerversammlung erklärt, es habe bereits zum Ende 2001 Anzeichen für Zahlungsprobleme gegeben. Aus Prüfungsberichten hätten sich für Vorstand und Aufsichtsrat "starke Indizien" für eine drohende Zahlungsunfähigkeit ergeben. Zeitungsberichten zufolge soll dadurch auch Neuber unter Druck geraten sein und einen Rücktritt erwägen. Dies wurde von Unternehmenssprecher Thomas Schulz am vergangenen Dienstag weder bestätigt noch dementiert.

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