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21.01.2001

19:00 Uhr

Stadtnetzbetreiber stellen Privatkunden-Geschäft in Frage

Telekom will mehr Geld für die letzte Meile

Die Deutsche Telekom AG, Bonn, hat schon im Dezember angekündigt, dass sie mehr Geld für die Leitung zwischen Ortsvermittlungsstelle und Endkunden will. Am Freitag Abend machte sie es offiziell und reichte bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post den nötigen Antrag ein, bestätigte ein Sprecher dem Handelsblatt.

dri/slo BERLIN/DÜSSELDORF. Das Unternehmen will für die "letzte Meile" künftig 34 DM monatlich in Rechnung stellen. Jetzt liegt der Preis bei 25,40 DM. Hinzu kommen Einrichtungsgebühren von einmalig 300 DM. Spekulationen, dass die Telekom auch diese Gebühren erhöhen will, wollte ein Sprecher nicht bestätigen. Die jetzt gültige Regelung läuft in zehn Wochen aus. Die Regulierungsbehörde muss dann neue Preise festlegen.

Sollte sich die Telekom mit ihren Preisen durchsetzen, sieht es düster aus für den Wettbewerb im Ortsnetz. Stadtnetzbetreiber denken in diesem Fall über einen Ausstieg aus dem Geschäft mit Privatkunden nach. "Falls die Regeln noch stärker zu Gunsten der Telekom ausfallen, lohnt sich dieses Geschäft nicht mehr", sagte Rainer Lüddemann, Geschäftsführer des Citycarrier-Verbandes Breko dem Handelsblatt.

Wenn die Citycarrier aus dem Privatkundengeschäft aussteigen, bliebe nur noch Mannesmann Arcor als Ortsnetzanbieter für alle Kunden übrig. Neben den Citycarriern sind zwar auch bundesweit tätige Unternehmen in dem Sektor aktiv, sie wenden sich jedoch an Geschäftskunden. Arcor kündigte bereits einen Gegenantrag zu dem der Telekom an. Man wolle aber erst einmal den Telekom-Antrag abwarten, sagte ein Sprecher.

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