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23.01.2003

15:42 Uhr

"Stärker werdende anti-amerikansiche Gefühle"

Trotz Irak-Krise: Pilger strömen nach Mekka

Wegen der angespannten Lage am Golf haben die saudischen Behörden besondere Vorkehrungen getroffen.

dpa RIAD/KAIRO. Für die diesjährige Pilgerfahrt (Hadsch) von mehr als zwei Millionen Moslems nach Mekka haben die saudischen Behörden wegen der Irak-Krise besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Sicherheitskräfte hätten sich darauf vorbereitet, die Ordnung aufrecht zu erhalten, trotz der immer stärker werdenden anti-amerikanischen Gefühle (der Moslems) angesichts der amerikanischen Drohungen gegen den Irak und der US-Unterstützung für "den Krieg Israels gegen die Palästinenser", sagte der Assistent des Innenministers, Prinz Ahmed Ibn Abdelasis.

Nach Angaben der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur vom Donnerstag sind bislang rund 427 000 ausländische Pilger in Saudi-Arabien angekommen. Die Pilger können noch ungefähr bis zum 6. Februar einreisen. Ungefähr fünf Tage darauf finden sich die Pilger zu einem wichtigen Ritual am Berg Arafat zusammen. Viele politische Beobachter in der Region halten es für wahrscheinlich, dass die US- Regierung mit einem möglichen Angriff auf Bagdad warten würde, bis die Pilger Saudi-Arabien wieder verlassen haben, um Aufstände in Mekka zu vermeiden.

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