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13.03.2003

09:52 Uhr

Starre Haltung

Frankreich weist Abrüstungsultimatum zurück

Der französische Außenminister Dominique de Villepin hat den britischen Kompromissvorschlag zur Irak-Krise mit neuen Forderungen an Bagdad abgelehnt. Es gehe nicht darum, dem Irak vor einem Krieg noch einige zusätzliche Tage einzuräumen, sagte Villepin am Donnerstag in Paris.

HB/dpa PARIS. Frankreich nehme die britischen Vorstellungen zur Kenntnis, diese antworteten jedoch nicht auf die Fragen, die die internationale Gemeinschaft stelle.

Vielmehr müsse die friedliche Entwaffnung des Iraks entschlossen vorangetrieben werden, hielt Villepin dem britischen Vorstoß entgegen. Die UN-Waffenkontrollen im Irak seien eine glaubwürdige Alternative zum Krieg, sie brächten Ergebnisse, wie der Bericht der UN-Chefkontrolleure vom 7. März gezeigt habe.

Paris unterstütze die Bemühungen aller Länder im Sicherheitsrat, die Bagdad "im Geist der UN-Resolution 1441" zur wirklichen Abrüstung in einem realistischen Zeitraum bringen wollten. "Der Erfolg dieser Abrüstung erfordert die vollständige Kooperation der irakischen Seite", unterstrich Villepin. Frankreich stehe hinter denen, die gegen die Logik eines Ultimatums seien und die Waffenkontrollen zu einem Programm mit präzisen Zeitvorgaben machen wollten.

Die Briten hatten am Mittwoch einen Katalog von sechs konkreten Forderungen vorgelegt, die Bagdad erfüllen müsse, um einen Angriff zu vermeiden. Dazu gehörte, dass Saddam Hussein in einer Fernsehansprache die totale Abrüstung erklärt.

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