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18.02.2002

11:32 Uhr

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Steag Hamatech verliert Umsatz

Der Anlagenbauer Steag Hamatech hat 2001 wegen hoher Belastungen bei seiner US-Tochter seine Verluste kräftig ausgeweitet.

rtr FRANKFURT. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei auf 64,6 Mill. ? von minus 6,5 Mill. ? im Vorjahr gestiegen, teilte die im Nemax50 gelistete Gesellschaft am Montag mit. Der Vorsteuerverlust (EBT) habe sich auf 65,2 (VJ: 9,6) Mill. ?, der Nettoverlust auf 52,2 (VJ: 19,1) Mill. ? ausgeweitet. Bereits Mitte Dezember hatte Steag wegen der ungünstigen wirtschaftlichen Lage in den USA für das vierte Quartal eine Wertberichtigung bei seiner US-Tochter von rund 40 Mill. ? angekündigt. Zudem seien einmalige Sonderbelastungen von rund neun Mill. ? angefallen. Der stellvertretende Vorstandschef Justus Wehmer, der im Juli den Chefsessel übernehmen sollte, legte sein Amt nieder. Der Umsatz sei im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 122,9 Mill. ? von 215,5 Mill. ? im Vorjahr zurückgegangen, teilte Steag weiter mit. Allerdings habe der Umsatz leicht über den Anfang November prognostizierten 120 Mill. ? für 2001 gelegen. Für 2002 strebt der Hersteller von Produktionsanlagen für optische Speichermedien wie DVD und CD bei einem Umsatz von rund 125 Mill. ? weiterhin ein ausgeglichenes operatives Ergebnis an. Dabei solle im zweiten Quartal operativ die Gewinnschwelle erreicht werden. Aus der sukzessiven Teilrealisierung der im Jahr 2001 abgeschriebenen Vermögensgegenstände bei der US-Tochter werde zudem ein positives außerordentliches Ergebnis erwartet.

Ohne Berücksichtigung der einmaligen Sonderbelastungen von 49 Mill. ? ergebe sich für 2001 ein Ebit von minus 16,0 (Vorjahr ohne Einmaleffekte: plus 18,9) Mill. ? und ein EBT von minus 16,6 (plus 19,5) Mill. ?. Das Nettoergebnis bezifferte Steag ohne Einmalaufwendungen mit minus 13,7 (plus 13,6) Mill. ?. Zum 31. Dezember weist die Unternehmensgruppe den Angaben zufolge ein Eigenkapital in Höhe von 61 % der Bilanzsumme aus. Außerdem sei von der bestehenden Kreditlinie in Höhe von 55 Mill. ? nur ein Nettobetrag von 3,3 Mill. ? in Anspruch genommen worden.

Als Konsequenz aus den enttäuschenden Zahlen habe Wehmer sein Amt als stellvertretender Vorstandschef niedergelegt und den Aufsichtsrat gebeten, ihn von seinem Dienstvertrag zu entbinden. Dieser Bitte sei der Aufsichtsrat nachgekommen, hieß es. Wehmer sollte im Juli Steag-Chef Stephan Mohren ablösen. Mohren habe sich auf Wunsch des Aufsichtsrates bereit erklärt, Steag weiter als Vorstandschef zu führen.

Am Neuen Markt der Frankfurter Börse lagen die Steag-Aktien am Montagmorgen in einem schwächeren Gesamtmarkt über sechs Prozent im Minus bei 5,20 ?.

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