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08.06.2000

16:15 Uhr

Stella schreibt bei Deutscher Entertainment AG schwarze Zahlen

Musical lohnt sich wieder - DEAG fühlt sich unterbewertet

Das Engagement des Tournee- und Konzertveranstalters Deutsche Entertainment AG (DEAG/Berlin) beim Musical-Konzern Stella zahlt sich offenbar aus.

dpa BERLIN. Das Musical-Geschäft werde bereits in diesem Jahr zum geplanten Ergebnis erfolgreich beitragen, sagte DEAG-Vorstandschef Peter Schwenkow am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Berlin. Die Umsatzrendite werde allerdings zunächst noch belastet durch den außerordentlichen Restrukturierungsaufwand bei Stella. Die DEAG hatte im Frühjahr wesentliche Teile des Musical-Konzerns endgültig übernommen.

Schwenkow bekräftige die bisherige Umsatzplanung für 2000. Es werde nach wie vor mehr als eine halbe Milliarde DM Umsatz angestrebt. Ende März hieß es, die DEAG wolle in diesem Jahr den Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 170 Mill. DM auf 510 Mill. DM (260,2 Mill. Euro) erhöhen. Das Vor-Steuerergebnis soll auf 21 Mill. DM steigen nach zehn Mill. DM im vergangenen Jahr.

Der Aktienkurs lässt zu wünschen übrig

Unzufrieden zeigte sich Schwenkow mit dem Aktienkurs, der die "Erfolgsgeschichte der DEAG" nicht richtig widerspiegele. Zwar sei der Wert seit dem Börsengang auf etwa das Zweieinhalbfache gestiegen. Diese Entwicklung könne aber nicht zufrieden stellen. Es sei zu beobachten, "dass die DEAG in einer Korrekturphase an den Wachstumsbörsen wie ein fantasielastiger, aber ohne Gewinne operierender 'New Economy'-Wert bestraft wird", sagte Schwenkow. Von dieser Einstufung profitiere man aber nicht bei der nächsten Internet-Euphorie am Aktienmarkt.


Schwenkow erwartet Besserung durch Einführung von Branchenindizes am Neuen Markt. Dadurch würde DEAG enger dem Segment "Media & Entertainment" zugeordnet. Zudem hätten sich gerade nach Übernahme der Stella-Teile weitere namhafte institutionelle Investoren mit größeren Aktienpaketen bei der DEAG engagiert, hieß es.

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