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03.02.2003

06:43 Uhr

Stellenabbau in allen Branchen

Ifo sieht Hoffnungsschimmer am Bau

Nach jahrelanger Talfahrt sieht das ifo Institut Hoffnungsschimmer für die gebeutelte Baubranche. Zum Beginn des Jahres habe sich die Stimmung bei den Baufirmen in West und Ost spürbar aufgehellt, berichten die Wirtschaftsforscher in ihrem Konjunkturtest für den Monat Januar. Die Auftragsbestände seien leicht auf im Schnitt gut zwei Monate gestiegen.

HB/dpa MÜNCHEN. Per saldo wollen im Westen aber noch immer zwei von fünf Unternehmen in den nächsten Monaten Arbeitsplätze abbauen. Vor zwei Monaten war es noch die Hälfte der Firmen. In Ostdeutschland planen 38 % der Betriebe Stellenstreichungen.

Auch in anderen Branchen setzt sich laut Ifo der Arbeitsplatzabbau fort. Der ifo-Geschäftsklimaindex war im Januar erstmals seit acht Monaten wieder leicht gestiegen. Gerade in der Industrie hat sich die Stimmung aber nicht gebessert. In den alten Bundesländern hätten die Firmen ihre Geschäftslage eher noch etwas ungünstiger als im Vormonat beurteilt, berichtet ifo. Viele Firmen klagten über Auftragsmangel und Lagerdruck. Die Hoffnungen auf die Nachfrage aus dem Ausland ließen etwas nach. "Damit wird auch der Beschäftigtenabbau in kaum vermindertem Tempo weitergehen", erklärten die Wirtschaftsforscher. So sehe es auch im Verarbeitenden Gewerbe in den neuen Bundesländern aus.

Sorgenkind bleibt aber vor allem der Einzelhandel. Im westdeutschen Einzelhandel wurde die Geschäftslage im Januar so negativ beurteilt wie noch nie in den letzten 30 Jahren. Allerdings beurteilten die Firmen ihre Erwartungen für die kommenden Monate etwas besser. Die Preise zeigten dennoch weiter nach unten. Die Zahl der Firmen, die von sinkenden Beschäftigtenzahlen ausgehen, verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 34 %. In den neuen Bundesländern sind es per saldo 27 %, das sind 6 % mehr als vor einem Jahr.

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