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14.01.2003

11:22 Uhr

Stellungnahme der Monopolkommission

Ministerium will bis Mai über „Berliner Zeitung“ entscheiden

Die Verlagsgruppe Holtzbrinck hat nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wie erwartet eine Ministererlaubnis zur Übernahme der "Berliner Zeitung" beantragt.

Reuters BERLIN. Das Ministerium teilte am Dienstag mit, eine Entscheidung über den Antrag der Verlagsgruppe, die auch den konkurrierenden "Tagesspiegel" herausgibt, werde voraussichtlich im Mai fallen.

Zuvor werde das Ministerium, wie in solchen Fällen üblich, eine Stellungnahme der Monopolkommission einholen. Zudem würden die Länder Berlin und Baden-Württemberg, auf deren Gebiet die beteiligten Unternehmen tätig sind, befragt. Nach Vorliegen der Stellungnahme der Monopolkommission werde es eine öffentliche Verhandlung zu dieser Transaktion geben, die vom Bundeskartellamt am 12. Dezember 2002 untersagt worden war.

Das Ministerium führte an, eine Voraussetzung für eine Ministerlaubnis seien gesamtwirtschaftliche Vorteile der Übernahme, die wettbewerbliche Nachteile überwiegen müssten. Auch das Vorliegen eines überragenden Interesses der Allgemeinheit würde eine Ministererlaubnis rechtfertigen.

Die Holtzbrinck-Gruppe gibt neben dem "Handelsblatt" und der "Zeit", mehrere Regionalzeitungen heraus, darunter auch den "Tagesspiegel". Von Gruner+Jahr will der Verlag nun die "Berliner Zeitung" übernehmen. Beide Zeitungen sollen redaktionell unabhängig bleiben, aber im Verlag zusammenarbeiten. Das Bundeskartellamt hatte mit Blick auf den Berliner Medienmarkt Wettbewerbsbedenken erhoben.

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