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17.07.2000

19:12 Uhr

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Steuerreform könnte in Karlsruhe kippen

Die Unionsfraktion hat gedroht, dass einzelne Bundesländer die Steuerreform vor das Verfassungsgericht bringen könnten. Steuerrechtler Joachim Lang räumt in einem Gespräch mit dem Handelsblat einer solchen Klage Erfolgschance ein.

Joachim Lang, Steuerexperte an der Universität Köln, hält die Steuerreform für verfassungsrechtlich bedenklich und ein Klage vor dem Bundesverfassungsgericht durchaus für erfolgversprechend. Zwar könne man den Ausgang solcher Verfahren natürlich nur schwer vorhersagen. "Wenn das Gericht aber die sehr strenge Beurteilung des Gesetzgebers fortsetzt, könnte die Steuerreform durchaus für verfassungswidrig erklärt werden", sagte Lang dem Handelsblatt.

Der Steuerrechtsprofessor, der als Mitglied der Brühler Kommission die Vorlage für die jetzt in Teilen veränderte Steuerreform entworfen hat, macht die Verfassungswidrigkeit an der isolierten Absenkung des Körperschaftsteuersatzes und der Abschaffung des Optionsmodells fest. Darin liege eine Besserstellung der investierten Gewinne von Kapitalgesellschaften gegenüber denjenigen von Personenunternehmen, was mit dem Gleichheitsatz nicht zu vereinbaren sei.

"Extreme Abhängigkeit der Besteuerung von der Rechtsform"

Nach der Steuerreform werden ab 2001 einbehaltene Gewinne von Körperschaften definitiv mit 25

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