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19.02.2002

12:10 Uhr

dpa HAMBURG. Meistens verbergen sich hinter einem Amoklauf unbewältigte psychische Konflikte. Bei den Tätern haben sich nach Experteneinschätzung Angst, Eifersucht, Scham oder Demütigung oft lange aufgestaut. Die Wut - das Wort Amok kommt aus der malaiischen Sprache und bedeutet Wut - wird unbeherrschbar. Fast alle Amokläufer sind Männer. Und häufig richten sie mit Schusswaffen ein Blutbad an.

Sehr viele Amokläufer richten ihre Waffe gegen sich selbst. Der typische Amokläufer ist nach Erkenntnissen der Polizeipsychologen bieder und unauffällig, zeigt seine Gefühle nicht und neigt zu Selbstüberschätzung. Neben psychisch schon länger kranken Tätern gibt es auch Amokläufer, die aus banalen Gründen plötzlich "ausrasten". Beim bislang folgenschwersten Amoklauf im Nachkriegs-Deutschland brachte ein geistesgestörter Invalide im Sommer 1964 mit einem Flammenwerfer und einer Lanze zehn Menschen um.

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