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21.07.2000

17:44 Uhr

dpa Washington. Die Gefechtsfeld-Raketenabwehr, die in den USA als «Theater Missile Defense» bezeichnet wird, soll dazu dienen, Soldaten und Panzer auf dem Kriegsschauplatz (theater) zu schützen. Das ist der Hauptunterschied zu dem geplanten Raketenabwehrschild NMD, das die ganzen USA vor Raketenangriffen schützen soll.

Die Gefechtsfeld-Raketenabwehr ist nach Einschätzung von Experten viel leichter zu bauen, da die Reichweiten der Raketen und das zu schützende Gebiet nicht so groß sind. Außerdem ist das System deutlich billiger. Im Gegensatz zu den NMD-Tests verliefen die meisten Versuche der Raketenabwehr auf dem Gefechtsfeld bisher positiv.

Zu den eingesetzten Waffen zählt unter anderem eine Weiterentwicklung der aus dem Golfkrieg bekannten Patriot- Abfangraketen. Die neue PAC-3-Rakete wurde bei Tests im Bundesstaat New Mexiko bisher drei Mal erfolgreich gegen eine «feindliche» Rakete eingesetzt. Ein weiterer Test ist in den kommenden Tagen geplant.

Ein weiterer Bestandteil des Abwehrsystems ist das «Theater High Altitude Area Defense» (THAAD). Hierbei sollen feindliche Raketen am Rand der Atmosphäre durch landgestützte Abwehrraketen abgeschossen werden. Die Abfangraketen sind auf Lastwagen montiert und damit mobil. Das THAAD-System ist laut US-Verteidigungsministerium im Jahr 2007 einsatzbereit. Es stehe nicht im Widerspruch zum ABM-Vertrag mit Russland zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen von 1972.

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