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09.02.2001

10:27 Uhr

Die Höhe der Kindergartenbeiträge ist meistens an das Einkommen geknüpft. Aber eine bundeseinheitliche Regelung gibt es nicht. Dass ein Landesgesetz, wie in Nordrhein-Westfalen, die Beitragshöhe und Berechnungsbasis regelt, ist die Ausnahme. § 17 des Kindertageseinrichtungen-Gesetzes (GTK) des Landes Nordrhein-Westfalen besagt, dass die positiven Einkünfte für die Höhe des Elternbeitrages maßgeblich ist. Berechnungsbasis ist das Einkommen des vorangegangenen Kalenderjahres. Die Einkünfte in diesem Jahr entscheiden somit über den Beitrag im Kindergartenjahr 2002/03. Bis 24 000 DM Jahreseinkünfte ist die Kindergartenbetreuung in Nordrhein-Westfalen kostenfrei. Darüber sind die Beiträge in fünf Stufen gestaffelt. In der niedrigsten Stufe (Jahreseinkünfte bis 48 000 DM) beträgt der Monatsbeitrag 51 DM, in der höchsten Klasse (Jahreseinkommen über 120 000 DM) 296 DM. Was zählt noch unter positiven Einkünften mit? Beispielsweise Wohngeld, Bafög und Mutterschaftsgeld. Nicht mitgerechnet wird dagegen Kinder- und Erziehungsgeld.
Andere Länder, andere Sitten: Im § 6 Kindergartengesetz für Baden-Württemberg heißt es lediglich: "Die Träger der Einrichtungen können Elternbeiträge so bemessen, dass der wirtschaftlichen Belastung durch den Besuch der Einrichtung sowie der Zahl der Kinder in der Familie angemessen Rechnung getragen wird."
Wo immer gestaffelte Beiträge erhoben werden, gilt: Ein paar DM mehr in der Lohntüte können letztendlich teuer zu stehen kommen. In Nordrhein-Westfalen kostet die eine DM über der Jahreseinkommensgrenze von 96 000 DM jeden Monat 82 DM und damit 984 DM im Jahr.

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